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Zeit der Krähen - Kapitel 4 - Brienne I

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Zusammenfassung Bearbeiten

Brienne von Tarth begibt sich von Königsmund aus auf die Suche nach Sansa Stark. In Rosby erfährt sie nichts Neues, und auch auf der Straße nach Dämmertal lernt sie zunächst die beiden Heckenritter Ser Crehan Langzweig und Ser Illifer kennen und einen Tag später den Kaufmann Hibald und Ser Schattrich, der ihr erklärt, dass auch er auf der Suche nach Sansa ist. In der folgenden Nacht verlässt sie ihre neuen Reisebegleiter und führt ihre Suche allein fort.

SynopsisBearbeiten

Brienne erreicht Rosby und reitet weiter nach DämmertalBearbeiten

Brienne von Tarth ist auf ihrer Suche nach Sansa Stark in Rosby angelangt und fragt wie schon in jedem Ort zuvor auch hier die Bewohner nach einer Jungfrau von 13 Jahren in Begleitung eines Narren oder beleibten Ritters. Aber weder eine Gevatterin am Dorfbrunnen, noch der Hufschmied, ein Schweinehirt, ein Mädchen oder zwei Speerträger haben sie gesehen. Rosby liegt auf dem Weg nach Dämmertal, und Brienne vermutet, dass Sansa und ihr Begleiter hier durchgereist sein müssen. Sie sieht noch einen Jungen auf einem Schecken[1], den sie nicht gefragt hat, der aber verschwindet schnell hinter einem Haus und so lässt sie ihn davonreiten und setzt ihren Weg nach Nordosten Richtung Dämmertal fort.

Brienne versucht, sich Mut zu machen, dabei ist sie sich nicht einmal sicher, ob Sansa diesen Weg eingeschlagen hat. Nach dem Eid, den sie Jaime Lennister gegenüber geleistet hatte, war sie noch eine Zeit lang in Königsmund geblieben und hatte Nachforschungen angestellt, hatte aber nichts herausfinden können, und jetzt ärgert sie sich darüber, Zeit verschwendet zu haben. Immerhin ist sie sich sicher, dass Sansa die Stadt verlassen haben muss, denn ansonsten hätten die Goldröcke sie sicher gefunden. Brienne hatte sich gefragt, wohin sie an Sansas Stelle fliehen würde, aber ich war nur ihre Heimat Tarth eingefallen, aber das fällt für Sansa weg, da ihr Vater Eddard Stark enthauptet worden ist und auch ihre Mutter und ihre Brüder tot sind. Winterfell und seine Bewohner gibt es auch nicht mehr, also könnte Sansa praktisch überall zwischen hier und Asshai sein. Schon allein die Gefahr, die der Königsweg darstellt, lässt Brienne vermuten, dass Sansa diesen Weg nicht gewählt hat, zumal Haus Frey und die Zwillinge sowie die Eisenmänner in Maidengraben auf dem Weg in den Norden liegen. Als alternativer Fluchtweg bleibt eine Reise per Schiff, doch in der Nacht der Purpurnen Hochzeit hat niemand ein Schiff auslaufen sehen, und der Hafen von Königsmund ist immer noch voller Trümmer, sodass der Großteil des Handels der Stadt zur Zeit nach Dämmertal verlegt wurde.

Auf dem Weg Richtung Dämmertal begegnet sie vielen Menschen: Bettelbrüder, ein Septon, Schweigende Schwestern. Die Straße ist belebter, als sie gedacht hat, aber auch bei den Reisenden erfährt sie nichts Neues. Immerhin scheint die Straße bis Dämmertal einigermaßen sicher zu sein, erst dahinter treiben Vogelfreie ihr Unwesen. Inzwischen ist der Herbst in vollen Zügen eingekehrt, die Laubbäume haben sich größtenteils ihrer Blätter entledigt, nur die Wachbäume und Soldatenkiefern tragen noch ihr Grün. Brienne treibt das edle Pferd, das Jaime ihr überlassen hat, an, denkt aber insgeheim, dass sie Sansa genauso wenig finden wird wie ein Blatt, das durch Westeros fliegt. Sie zweifelt sogar ein Stück weit daran, dass sie Teil eines Verschleierungsplans sein könnte, nachdem man Sansa längst hingerichtet und verscharrt hat.

Brienne lernt zwei Heckenritter kennenBearbeiten

Am Abend entdeckt sie ein Lagerfeuer an einem Bach. Zwei ältere Männer braten Forellen und laden Brienne ein, wobei sie sie zunächst für einen Ritter halten. Brienne nimmt die Einladung dankbar an. Als sie ihren Helm abnimmt, wundern sich die beiden Heckenritter darüber, dass sie eine Frau ist. Auch sie haben Sansa nicht gesehen. Brienne ist vorsichtig, weil Heckenritter einen zweifelhaften Ruf haben, aber dann entscheidet sie, dass die beiden harmlos sind. Sie stellen sich als Ser Crehan Langzweig und Ser Illifer der Mittellose vor. Brienne tränkt ihr Pferd und legt ihre Waffen und Satteltaschen unter eine Ulme und setzt sich zu den beiden Männern.

Zunächst einmal bestehen die beiden darauf, Brienne ab nun nach Dämmertal begleiten zu dürfen, denn die Straße sei zu gefährlich für eine Frau, auch wenn Brienne versichert, dass ihr Schwert ihr schon helfen werde und die Pferde der beiden mit ihrem nicht mithalten könnten. Ser Crehan prahlt von seinen Taten in der Schlacht am Schwarzwasser. Angeblich habe er dort ein Dutzend Lösegelder verdient und Ser Herbert Bolling erschlagen. Ser Illifer deutet auf Briennes Schild, den sie aus der Waffenkammer in Harrenhal zusammen mit vielen anderen benutzten Ausrüstungsgegenständen mitgenommen hatte, und behauptet, dass sein Ururgroßvater dabei geholfen habe, den letzten Lord von Haus Widersten zu töten, und dass es niemand wagen sollte, den Schild eines Lügners zu tragen. Lord Lucas Widersten und sein Sohn Manfryd Widersten hätten dieses Wappen getragen, und sie seien schändliche Männer gewesen. Illifer zieht seinen rostigen Dolch und erkennt Briennes Identität als die berüchtigte Jungfrau von Tarth, die Renly Baratheon getötet habe. Brienne leugnet dies entschieden. Sie hatte Renly von dem Zeitpunkt aus an geliebt, als er nach Erreichen seiner Mündigkeit auf einer Rundreise nach Tarth ihrem Vater Lord Selwyn Tarth einen Besuch abstattete. Sie war damals in Sansas Alter gewesen und hatte sich eigentlich in ihrem Zimmer verkriechen wollen, weil sie Angst hatte, ausgelacht zu werden, doch ihr Vater hatte darauf bestanden, dass sie am Abendfestmahl teilnahm[2]. Dann hatte sich Renly wider Erwarten als sehr galant und höflich erwiesen und sie behandelt wie eine hübsche Jungfrau. Nachdem sie miteinander getanzt hatten, wollten auch andere Ritter mit ihr tanzen, und seit diesem Tag an wollte sie ihn stets beschützen und ihm nahe sein. Brienne erklärt den beiden Heckenrittern, dass sie unschuldig ist und schwört es bei ihrem Schwert und bei allen Sieben einzeln. Ser Illifer scheint dies zu besänftigen und er weist Brienne an, die erste Wache zu übernehmen. Brienne schreitet unruhig auf und ab und wird dann von Ser Illifer abgelöst. Es fällt ihr schwer zu schlafen, denn sie fürchtet sich insgeheim doch vor einer Vergewaltigung, und sie muss zudem an Sansa und ihr Schicksal denken. Sie hält Tyrion Lennister für denjenigen, der für Joffrey Baratheons Ermordung verantwortlich sein könnte; selbst wenn Sansa ihm dabei geholfen hat, dann wahrscheinlich nur aus Angst. Ihre Zofe Brella hatte Brienne berichtet, dass zwischen Tyrion und Sansa wenig Nähe geherrscht habe. Brienne vermutet, dass Sansa auch vor Tyrion geflohen sein könnte.

Nach einem traumlosen Schlaf wacht sie noch vor der Dämmerung auf. Niemand hat sie oder ihre Sachen angerührt, und die beiden Männer machen sich schon für den Aufbruch bereit. Sie frühstücken ein Eichhörnchen, Eichelbrei und Eingelegtes, während Ser Crehan wiederum von seinen angeblichen Heldentaten am Schwarzwasser prahlt. Nachdem sie losgeritten sind, berichten die beiden Ritter von der Nacht: während Ser Illifers Wache ist niemand vorbeigekommen, doch Ser Crehan hat einige Bauern gesehen und sie seiner Schilderung nach in die Flucht geschlagen, indem er ihnen sein Schwert gezeigt hat. Dann erzählt er von seinem heldenhaften Kampf gegen den Ritter vom Roten Huhn.

Gegen Mittag hören sie Gesang, der ihnen entgegen kommt: es ist eine Gruppe Bettelbrüder und etwa fünf Dutzend Anhänger. Sie sind bewaffnet und führen einen Karren sowie Schafe und eine Sau mit sich. Sie begrüßen die Heckenritter und erklären, dass sie Arme Gefährten seien. Einige von ihnen tragen trotz der Kälte nicht einmal ein Hemd, und Brienne kann einen siebenzackigen Stern auf der Brust eines Mannes erkennen, so wie sich schon die Andalen dieses Zeichen in die Brust geritzt haben. Auf dem Karren befinden sich Knochen und Schädel, und eine Frau erklärt, dass sie diese Gebeine derjenige, die für den Glauben ihr Leben gelassen haben, zur Großen Septe von Baelor bringen wollen und um den Beistand von König Tommen Baratheon bitten wollen. Ein kleiner Septon[3] bietet ihnen an, dass sie sich ihnen anschließen könnten, doch als Ser Illifer nach einer Bezahlung fragt, erklärt er, dass Spatzen kein Gold bräuchten. Als die Ritter erklären, dass sie nach Dämmertal wollen, spucken einige der Gläubigen aus und schimpfen sie "falsche Ritter", aber der Anführer beruhigt die Gemüter. Die Prozession zieht weiter, und so können auch die drei ihre Reise fortfahren.

Brienne lernt Ser Schattrich kennen, die Irre MausBearbeiten

Einige Stunden später treffen die Drei auf eine weiter Reisegesellschaft: ein Kaufmann mit seinen Dienern, die einen Wagen ziehen, in Begleitung eines weiteren Heckenritters. Als sie sich ihnen nähern, ziehen die sechs Diener Bauernspieße, der Kaufmann zückt seine Armbrust und der Heckenritter sein Schwert. Der Kaufmann entschuldigt sich sogleich für seine Vorsicht, aber er sagt, die Straßen seien unsicher in diesen Tagen, und er habe nur Ser Schattrich zu seinem Schutz. Die Drei stellen sich ebenfalls vor, und Brienne erklärt, dass sie ihre Schwester suche. Ser Schattrich schätzt die drei als harmlos ein, und so reiten sie gemeinsam weiter.

Auf der weiteren Reise lässt sich Ser Schattrich in der Gruppe zurückfallen, sodass er sich mit Brienne unterhalten kann. Er mustert sie von oben bis unten, hat aber nur Spott für sie übrig, was Brienne wiederum kalt lässt, da sie sich noch gut an Jaime Lennisters Provokationen erinnern kann. Sie fragt Ser Schattrich nach ihrem Wappen, dass eine große weiße Maus mit irren Augen zeigt, und der Heckenritter erklärt, dass er bereits viele Länder bereist hat und dabei keinem Kampf gewichen sei, wobei er betont, dass er kein Turnierritter ist, sondern das Schlachtfeld bevorzuge. Dann eröffnet er Brienne unumwunden, dass auch er nach Sansa Stark suche, und dass er im Gegensatz zu Ser Crehan tatsächlich in der Schlacht am Schwarzwasser beteiligt war, allerdings auf der Verliererseite, also bei Stannis Baratheon. Varys habe dann das Lösegeld übernommen, das ihn ruiniert hat, und ihn auf die Suche nach Sansa geschickt. Ser Schattrich bietet Brienne an, gemeinsame Sache zu machen. Als Brienne immer noch behauptet, Sansa nicht zu kennen und auf der Suche nach ihrer eigenen Schwester zu sein, entlarvt Ser Schattrich sie, indem er sie daran erinnert, dass sie gesagt hat, das Mädchen sei in Begleitung eines Narren gewesen. Jeder wüsste, dass Sansa in der Nacht des Königsmordes mit Ser Dontos Hollard aus Dämmertal zusammen verschwunden sei. Dann reitet Ser Schattrich wieder nach vorn zu den anderen. Brienne kommt sich töricht vor, weil sie nicht vorher darauf gekommen ist, dass ihrer Spur noch andere Jäger folgen.

Im Gasthaus "Zur Alten Steinbrücke"Bearbeiten

Bei Anbruch der Nacht erreicht die Reisegesellschaft ein Gasthaus, ein hohes Fachwerkhaus am Zusammenfluss zweier Flüsse, welches quer über eine alte Steinbrücke errichtet ist. Ser Crehan erklärt, dass es "Zur Alten Steinbrücke" genannt wird und dass der Wirt ein Freund von ihm sei. Ser Illifer bedauert, dass sie kein Geld für ein warmes Bett haben, aber Brienne lädt sie von dem Geld, dass Jaime ihr überlassen hat, ein. Sie hatte in den Satteltaschen des Pferdes, dass Jaime ihr überlassen hatte, einen dicken Beutel mit Silberhirschen, Kupfersternen und einem Dekret König Tommes gefunden, das jeden seiner Untertanen aufforderte, Brienne bei ihrem Auftrag zu helfen. Als sie ihre Stute in den Stall bringen will, hält auch der Stallbursche sie zunächst für einen Ritter und errötet dann.

Im Schankraum sitzen sechs Einheimische, die Briennes Anblick spöttisch kommentieren. Der Wirt Naggel serviert gerade drei Krüge Bier, als Ser Crehan ihn überschwänglich begrüßt. Der Wirt ist weniger begeistert und er erinnert Ser Crehan daran, dass dieser ihm noch sieben Silberhirsche schuldet, und dass er daher kein Zimmer bekomme. Brienne zahlt für zwei Zimmer und Hibald für eins, und dann gönnen sie sich ein Abendessen. Beim anschließenden Bier unterhalten sich die Einheimischen und die Gäste über Jaime und seine Verstümmelung, wobei Ser Crehan behauptet, Jaime sei von einem Schattenwolf aus dem Norden verstümmelt worden. Brienne berichtigt ihn, dass es ein Söldner aus Qohor war, der Jaime verstümmelt hat, und dann denkt sie über ihren Kampf mit ihm nach, und dass sie ihm nur mit Mühe standhalten konnte, obwohl er geschwächt und gefesselt war. Sie empfindet großes Mitleid mit ihm, denn sie kann sich kaum etwas grausameres vorstellen, als einem so großen Kämpfer die Schwerthand abzuschlagen.

Plötzlich wird es ihr zu viel und zu laut im Schankraum. Sie geht nach oben auf ihr Zimmer und will sich schlafen legen. Bevor sie sich hinlegt, begutachtet sie Eidwahrer, das sie in ihrer Decke versteckt hat, und ihr stockt der Atem, so schön ist das Schwert aus Valyrischem Stahl. Augenblicklich muss sie an die Heldengeschichten von Ser Galladon von Morne, Aemon Targaryen dem Drachenritter oder Florian dem Narren denken. Sie kniet vor ihrem Bett und betet zum Alten Weib, dann legt sie sich schlafen, wobei das Bett zu klein ist und die Flöhe sie wach halten. Nachdem auch die Männer endlich auf ihre Zimmer gegangen sind, schleicht sie sich noch in der Nacht in den Stall, sattelt ihr Pferd, entschuldigt sich im Stillen bei ihren beiden Heckenrittern und macht sich alleine auf die Suche, wobei sie sich abermals Mut macht und in Gedanken zu Sansa spricht und ihr verspricht, sie zu finden.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

Siehe auchBearbeiten

Einzelnachweise & AnmerkungenBearbeiten

  1. Das ist Podrick Payn‚ der hofft, Tyrion Lennister zu finden, indem er Brienne folgt.
  2. Ronnet Connington hatte einst mit einer Rose um ihre Hand angehalten, aber als er sah, wie hässlich Brienne war, schenkte er ihr nur die Rose und sagte, das sei das Einzige, was sie von ihm bekäme.
  3. Es ist vermutlich der Mann, der später Hoher Septon wird und sich "Hoher Spatz" nennt.

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