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Das Lied von Eis und Feuer Wiki

Zeit der Krähen - Kapitel 3 - Cersei I

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ZusammenfassungBearbeiten

Cersei Lennister wird mitten in der Nacht geweckt und in den Turm der Hand geführt, wo sie von Lord Tywins Tod und Tyrions Flucht erfährt.

SynopsisBearbeiten

Cersei erfährt vom Tod ihres VatersBearbeiten

Cersei Lennister hat einen schlimmen Alptraum, in dem sie auf dem Eisernen Thron hoch über allen Menschen sitzt, die wie kleine Mäuse unter ihr stehen. Die Ritter und Lords erweisen ihr die Ehre, bis Tyrion Lennister erscheint, mit dem Finger auf sie zeigt und sie auslacht. Jetzt kichern auch die Höflinge hinter vorgehaltener Hand und Cersei bemerkt zu ihrem Entsetzen, dass sie nackt ist. Sie versucht, ihre Scham zu verbergen, schneidet sich an den Klingen des Throns, und als sie aufstehen will, fügt der Thron ihr viele weitere blutige Wunden zu, während Tyrion immer noch lacht.

Schließlich weckt ihre Zofe Senelle sie und sie bemerkt, dass Rotröcke um ihr Bett herum stehen. Ein Ritter der Königsgarde erklärt ihr, dass Jaime Lennister nach ihr schickt und erwähnt eine Armbrust und ihren Vater, wobei sie den Zusammenhang nicht begreift, weil sie noch so schlaftrunken ist. Kurz fürchtet sie, Tyrion könne tatsächlich erscheinen, dann aber fällt ihr wieder ein, dass er in einer Schwarzen Zelle sitzt und an diesem Tag sein Todesurteil vollstreckt werden wird. Danach wird Tommen Baratheons Thron in Sicherheit sein. Joslyn Swyft gibt ihr ein Glas Zitronenwasser, das so sauer ist, dass sie den Schluck wieder ausspuckt, und Cersei bemerkt, dass Joslyn und Senelle verängstigt sind, während sie Ser Osmund Schwarzkessel und Ser Boros Blount neben ihrem Bett erkennt. Ser Osmund erklärt, dass sie einen versteckten Geheimgang hinter dem Kamin entdeckt hätten und dass Jaime hinuntergestiegen sei, und nachzusehen, wohin er führt. König Tommen Baratheon werde gerade von Ser Loras Tyrell und einem Dutzend Wachen beschützt, was Cersei nicht gefällt, denn sie hält die Tyrells für einfache Haushofmeister, die von den Targaryen über ihren eigentlichen Stand erhoben worden sind. Sie hält die Tyrells für ehrgeizig und gefährlich, und insgeheim denkt sie, dass sie der eigentliche Grund sind für diese Nacht. Das allerdings wagt sie nicht offen auszusprechen. Sie weist Ser Osmund an, sie in den Turm der Hand zu bringen, während Ser Boros nach Tyrion seiner Zelle sehen soll.

Nachdem sie sich angekleidet hat, führt Ser Osmund sie aus Maegors Feste hinaus in die Morgendämmerung. Der Ritter erklärt ihr auf dem Weg, dass Lum ihren Vater entdeckt habe, als er auf den Abtritt gehen wollte. Cersei kann nicht glauben, dass ihr Vater an so einem Ort gestorben ist, aber sie bleibt ruhig und besonnen. Sie denkt an Robert Baratheons Tod und an die Notwendigkeit, in solch einer Situation schnell zu handeln, bevor es andere tun. Sie verdächtigt Stannis Baratheon hinter der Tat, und er macht ihr keine Angst, genauso wenig wie Lord Maes Tyrell. Sie ist sogar erleichtert darüber, dass sie jetzt niemanden mehr heiraten muss, und dass Casterlystein jetzt ihr zukommt. Der Turm der Hand wirkt menschenleer, so ruhig ist es. Am Tor befiehlt sie den Lennister-Wachen, dass niemand die Burg betreten oder verlassen dürfe. Sie steigt die Stufen des Turm hinauf, und oben bekundet Lester ihr Beileid. Der Flur ist voller Wachen und Diener, die sich im Flüsterton unterhalten, und Cersei ärgert sich darüber, dass sie vor ihr hier sind.

Vor dem Schlafgemach ihres Vaters wacht Ser Meryn Trant. Cersei befiehlt ihm, die Menschen hinauszuschaffen, dann öffnet Ser Meryn ihr die Tür zum Schlafzimmer. Ser Kevan Lennister kniet neben dem Bett und versucht zu beten. Sie sieht den Geheimgang hinter dem Kamin, dessen Öffnung nicht größer ist als die Klappe eines Backofens, und wieder muss sie unweigerlich an Tyrion denken. Lord Tywin liegt im Nachthemd auf seinem Bett, der Bolzen steckt ihm bis zu den Federn in der Leiste, und geronnenes Blut klebt in seinem Schritt und im Nabel. Sie befiehlt, den Bolzen herauszuziehen. Ein schlimmer Geruch erfüllt den Raum. Sie muss an Catelyn Tully denken, die sich dem Gerede nach das Gesicht vor Trauer zerkratzt hat, als Robb Stark getötet wurde, und sie fragt sich, wie ihr Vater reagiert hat, als ihr Großvater Lord Tytos Lennister gestorben ist. Der alte Tytos war vor seinem Tod sehr fett geworden und sein Herz hatte versagt, als er einmal Treppen zu einer Mätresse hochsteigen wollte. Tywin war damals als Hand von König Aerys II. Targaryen in Königsmund gewesen. Sie raunzt die Anwesenden an, warum ihr Vater, der die Hand von drei Königen gewesen ist, so liegen gelassen wird. Großmaester Pycelle soll sofort gerufen werden, die Glocken sollen geläutet werden, und dann soll Tywin gebadet und seinem Rang nach angemessen bekleidet werden. Pucken erklärt, dass Pycelle schon da war und nun losgegangen sei, um den Schweigenden Schwestern Bescheid zu geben. Cersei wird klar, dass sie sie als Letzte gerufen haben, und eine unbändige Wut steigt in ihr hoch. Sie erkennt, dass Pycelle nutzlos geworden ist und lässt nach Ballabar und Frenken rufen.

Cersei lässt Shaes Leiche beseitigenBearbeiten

Dann ärgert sie sich darüber, dass Jaime ohne Begleitung die Leiter des Geheimgangs hinabgestiegen ist, und währenddessen erscheint Qyburn, der ihr seine Dineste anbietet. Er stellt sich vor und erklärt, er habe Jaimes Hand behandelt und diese zwar nicht retten können, dafür aber seinen Arm und vielleicht sogar sein Leben. Die Citadel habe ihm seine Kette genommen, sein Wissen aber könne sie ihm nicht nehmen. Cersei trägt ihm auf, den Bolzen aus dem Bauch ihres Vaters zu entfernen und ihn für die Schweigenden Schwestern vorzubereiten. Als Qyburn zum Bett geht, fragt er, was mit dem Mädchen geschehen soll. Cersei hat Shaes Leiche völlig übersehen. Sie ist völlig nackt, und die Amtskette der Hand des Königs hat sich tief in ihren Hals eingegraben, sodass ihr Gesicht schwarz geworden ist. Cersei fragt entsetzt, was sie hier zu suchen hat, und Kurzohr erklärt, dass man sie hier gefunden habe. Cersei versteht das nicht, denn ihrer Meinung nach hat ihr Vater nach ihrer Mutter Joanna Lennister niemanden mehr angerührt. Sie erklärt der Wache, dass Lord Tywin nichts für Huren übrig gehabt habe, indem sie erzählt, dass er nach Lord Tytos' Tod nach Casterlystein zurückgekehrt sei und dort eine Prostituierte vorgefunden habe, die sich erdreistet hatte, den Schmuck und ein Kleid seiner Mutter angezogen zu haben. Tywin habe diese Frau dann 14 Tage lang nackt in Lennishort zur Schau gestellt. Qyburn versucht, die Situation zu retten, indem er vorschlägt zu behaupten, Tywin habe Shae verhören wollen, da sie schließlich mit Sansa Starks Verschwinden zu tun haben könnte, und Cersei nimmt diesen Vorschlag dankend an und geht zurück auf den Flur, weil sie die Anwesenheit der Toten plötzlich nicht mehr ertragen kann.

Cersei plant eine Zukunft ohne ihren VaterBearbeiten

Draußen haben sich Ser Osmunds Brüder Osney und Osfryd eingefunden, denen Cersei befiehlt, Shaes Leichnam zu entsorgen und Stillschweigen darüber zu halten. Die drei Brüder gehen in das Zimmer und wickeln das Mädchen in die Decken ein, während Cersei darüber nachdenkt, dass sie ihr Schmuck, einen Ritter und ein Haus in der Stadt versprochen hatte, falls sie ihr verrate, wohin Sansa verschwunden ist[1]. Ser Osfryd wirft sich die Leiche über die Schulter und will zur Tür hinaus, aber Cersei schickt ihn den Geheimgang hinab, um kein Aufsehen zu erregen. Als er gerade hineinsteigen will, kommt Jaime zurück. Er berichtet, dass der Schacht zu einer Kammer mit mehreren Tunneln führt, die aber mit Eisengittern versperrt sind. Jaime umarmt Cersei, und am liebsten würde sie ihn auf der Stelle küssen. Sie fordert Jaime auf, die neue Hand des Königs zu werden, was Jaime für einen Witz hält ob seines Stumpfes. Cersei herrscht ihn an, dass er nicht für Tommen regieren solle, das werde sie selbst erledigen, woraufhin Jaime antwortet, dass dann sowohl Tommen als auch die Sieben Königslande zu bemitleiden wären. Cersei ohrfeigt Jaime, und Ser Kevan rügt beide, ihren Streit draußen auszutragen.

Cersei denkt darüber nach, dass alle Rechten Hände ihr nur Kummer bereitet haben: Jon Arryn, dann Eddard Stark und Tyrion Lennister und zuletzt auch ihr Vater. Sie denkt darüber nach, dass die nächste Hand gut ausgewählt sein sollte, und es gibt ihrer Meinung nach keine bessere Wahl als ihr Onkel Ser Kevan. Dann bleibt allerdings noch Lord Maes Tyrell und seine Vasallen Lord Paxter Rothweyn und Lord Mathis Esch, die sie fürchtet. Die Tyrells haben bereits Schlüsselpositionen eingenommen, und immer noch ärgert sie, dass Tywin der Verlobung Margaery Tyrells mit Tommen zugestimmt hatte. Als sie dabei an Varys denkt, den sie auf Margaery ansetzen will, fällt ihr auf, dass er überraschenderweise nicht zugegen ist, was ihr Sorgen macht. Sie befiehlt Ser Meryn Trant, ihn sofort zu ihr zu bringen. Kaum aber ist Ser Meryn gegangen, erscheint Ser Boros schnaufend und berichtet, dass Tyrions Zelle offen und leer sei, der Kerkermeister Rugen verschwunden ist und zwei Wärter schlafend vorgefunden wurden. Sie befiehlt Ser Boros, die beiden auf ewig schlafen zu lassen. Cerseis Albtraum ist wahr geworden, als sie über Tyrion und die Prophezeiung nachdenkt, die sie schon ihr ganzes Leben begleitet. Damals hatte eine Hexe namens Maggy ihr anhand eines Tropfen Bluts ihre Zukunft vorausgesagt: eines Tages werde der Valonqar sie umbringen[2].

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

Siehe auchBearbeiten

Einzelnachweise & AnmerkungenBearbeiten

  1. Den ersten Teil der Vereinbarung hatte Shae erfüllt, indem sie gegen Tyrion ausgesagt hatte‚ siehe: VI-Tyrion V.
  2. Spoiler zeigen

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