Fandom

Das Lied von Eis und Feuer Wiki

Zeit der Krähen - Kapitel 17 - Cersei IV

6.087Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen



Zusammenfassung Bearbeiten

Cersei Lennister beruft den Kleinen Rat ein. Der Rat diskutiert über die Neubesetzung des Hohen Septons, den wachsenden Einfluss der Spatzen, die Finanzierung neuer Schiffe für die Königliche Flotte, die Situation im Grünen Tal und im Norden sowie die Nachtwache betreffend. Der Rat beschließt, Jon Schnee zu entfernen, und Cersei entwickelt einen Plan, wie sie Jon töten lassen kann und gleichzeitig Margaery Tyrell loswird. Dafür benutzt sie Ser Osney Schwarzkessel, dem sie eine weitere Nacht mit ihr in Aussicht stellt.

SynopsisBearbeiten

Qyburn erweist sich als nützlichBearbeiten

Cersei Lennister empfängt drei heruntergekommene Kopfgeldjäger, die vorgeben, Tyrion Lennisters Kopf mitgebracht zu haben. Der Anführer der Drei öffnet einen entsetzlich stinkenden Ledersack und zieht den abgetrennten und halb verfaulten Kopf eines Zwerges heraus. Cerseis Zofe Dorcas muss würgen, während sich Joslyn Swyft übergibt. Cersei erlärt den Dreien, dass der Zwergenkopf noch eine Nase habe und daher nicht von Tyrion stammen könne, der seine Nase ja in der Schlacht am Schwarzwasser eingebüßt hatte.[1] Cersei weiß, dass sie die drei Gauner eigentlich für den Mord an einem Unschuldigen bestrafen müsste, andererseits aber fürchtet sie, dass andere Kopfgeldjäger dann vorsichtiger zu Werke gehen könnten und Tyrion so eine größere Chance hätte, zu entwischen. Cersei lässt den Kopf Ser Meryn Trant übergeben, dann führt Ser Osmund Schwarzkessel die Drei hinaus. Cersei befiehlt Lady Joslyn, ihr Erbrochenes wegzuwischen.

Dies war der dritte Kopf, der ihr gebracht wurde, und immerhin ist es der erste von einem Zwerg. Ser Osmund versichert Cersei, dass sie Tyrions Kopf irgendwann erhalten werde, aber Cersei ist sich dessen nicht sicher. In der letzten Nacht hat sie wieder einmal von Maggy dem Frosch geträumt, der alten Waldhexe aus Lennishort. Sie hatte nie jemanden von der Prophezeiung erzählt, nicht einmal Jaime, und Melara Heidewies hatte damals gesagt, wenn niemand von der Prophezeiung erfahren würde, würde sie auch nie in Erfüllung gehen. Qyburn erklärt, dass er Spitzel in die wichtigsten Städte Westeros' ausgesandt habe, die nach Tyrion suchen: Altsass, Möwenstadt, auch nach Dorne und in die Freien Städte. Cersei bezweifelt allerdings, dass Tyrion Königsmund überhaupt verlassen hat, ihrer Meinung nach könnte er sich auch noch irgendwo in der Stadt versteckt halten.

In Königsmund läuten derweil die Glocken der Großen Septe wegen des Ablebens des Hohen Septons. Als sie in Begleitung von Qyburn zum Ratssaal geht, um die erste Sitzung ihres neuen Kleinen Rats einzuberufen, erzählt dieser ihr, dass er einen riesigen Schädel präpariert habe, den Cersei nach Dorne zu Doran Martell schicken will, um ihn als den von Ser Gregor Clegane auszugeben. Qyburn hat Käfer eingesetzt, die das Fleisch des Schädels abgefressen haben und hat eine Kiste aus Elfenbein und Silber anfertigen lassen. Qyburn hat sich als guter Nachfolger für Varys erwiesen, und schon am ersten Tag seines Amtsantritts waren zahlreiche Speichellecker bei ihm erschienen und hatten ihm ihre Dienste für ein paar Münzen angeboten. Cersei ist davon überzeugt, dass er Varys ebenbürtig ersetzen wird.

Cersei stellt Qyburn dem neuen Kleinen Rat vorBearbeiten

Vor der Ratskammer steht an diesem Tag Ser Boros Blount Wache. Jaime Lennister hat ihn zu Tommen Baratheons Vorkoster ernannt, was der Ritter als große Schande empfindet. Cersei fragt ihn provozierend, warum er so bleich aussehe und ob er etwas Falsches gegessen habe, was Boros' Hängebacken vor Wut zu zittern lässt. Als Cersei in den Ratssaal eintritt, hustet Lord Gil Rosby laut, sodass Großmaester Pycelle aufwacht. Cersei entschuldigt sich leise für ihre Verspätung, aber Ser Harys Swyft beteuert, dass sie alle da seien, um der Königin zu dienen. Cersei stellt Qyburn als "Lord Qyburn" vor, was Pycelle wie erwartet empärt, da jeder Maester ein Gelübde abgelegt hat, weder Land noch Titel anzunehmen. Cersei erwidert, dass die Citadel Qyburn seine Kette abgenommen habe, von daher sei er auch nicht mehr an seinen Eid gebunden. Nun wirft Pycelle ein, dass Qyburn schlichtweg ungeeignet sei im Rat zu sitzen, was wiederum Cerseis Zorn hervorruft, die Pycelle daran erinnert, wie entstellt und unehrenhaft ihrer Meinung nach ihr Vater während der Totenandacht hergerichtet worden sei, wofür sie Pycelle die Schuld gibt, obwohl eigentlich die Schweigenden Schwestern dafür verantwortlich waren.

Cersei hat den Kleinen Rat gänzlich umgeordnet und alle Tyrell-Anhänger sowie Männer, die Ser Kevan, Jaime oder Tyrion nahe stehen oder standen, entfernt. Sie hat den Ämtern sogar neue Namen gegeben, die sie aus den Freien Städten entlehnt hat, denn sie will keine "Meister" mehr neben sich dulden. So nennt sich Lord Orton Sonnwetter, der neue Meister des Rechts, von nun an "Justiziar", der Meister der Münze Lord Gil Rosby "Lord Kämmerer" und der Meister der Schiffe Auran Wasser "Großadmiral". Harys Swyft ist die neue Hand des Königs, worüber er sich so sehr freut, dass er nicht merkt, dass er das Amt nicht wegen seiner Fähigkeiten erhalten hat, sondern weil er der Vater von Ser Kevan Lennisters Gemahlin Dorna Swyft ist. Cersei hofft, dass sie so ihren Onkel in Schach halten kann. Cersei erklärt dem Rat zunächst, dass Tommen noch zu jung sei, um an den Ratssitzungen teilzunehmen. Auch Jaime werde nicht an der Ratssitzung teilnehmen, weil er sich beim Waffenschmied eine neue Hand anpassen lasse, außerdem fände er die Ratssitzungen sicherlich genauso langweilig wie Tommen. Cersei bittet um einen Becher Wein, den Lord Orton ihr mit Arborgold füllt.

Pycelle berichtet von Dorne, den Spatzen und dem Grünen TalBearbeiten

Als erstes berichtet Pycelle, dass Fürst Doran Martell die Bastardtöchter seines Bruders Oberyn Martell in Gewahrsam genommen habe, dass es in Sonnspeer aber dennoch heftig brodele, weshalb der Fürst nach Königsmund geschrieben habe, dass ihm dringend die Gerechtigkeit zuteil werden müsse, die ihm versprochen wurde. Cersei will dem entsprechen, indem sie Ser Balon Swann mit Ser Gregors Kopf nach Dorne schickt, wobei sie unerwähnt lässt, dass Balon in Dorne noch eine zweite Aufgabe erledigen soll[2].

Das nächste Thema sind die Spatzen, die mit jedem Tag zahlreicher werden in der Stadt, mittlerweile sind es bereits 2000. Cersei schimpft über den alten Hohen Septon, den sie für inkompetent und inkonsequent hielt. Sie begrüßt die Reformbewegung der Spatzen, denn in einem wieder erstarkten Glaubens an die Sieben hätten sie eine zusätzliche Waffe gegen Stannis' Roten Gott. Qyburn ergänzt, dass der Hohe Septon bereits sehr alt war und sein Dahinscheiden niemanden überraschen sollte, wobei er Pycelle vielsagend anlächelt.[3] Der Rat diskutiert, wer der nächste Hohe Septon werden könnte, und Gerüchten zufolge befinden sich die Septone Torbert, Raynard, Ollidor und Luceon in der engeren Auswahl. Cersei langweilt das Gerede über die Septone schnell, genauso wie offenbar auch Auran, den sie beobachtet. Der junge Mann sieht bei genauerer Betrachtung Rhaegar Targaryen gar nicht mehr so ähnlich wie sie anfangs gedacht hatte, aber attraktiv ist er trotzdem. Sie bemerkt, dass er sie begehrt, obwohl er zehn Jahre jünger ist als sie. Schon als Mädchen hatten ihr Männer häufig gesagt, dass sie sie so gerne ansehen würden, weil sie so hübsch sei, und dieselben Männer hatten Jaime nie mit diesem besonderen Blick angesehen, obwohl sie sich so sehr ähnelten. Manchmal hatte sie sich Jaimes Kleider angezogen und niemand hatte den Unterschied bemerkt, nicht einmal ihr Vater. Cersei beendet die Diskussion darüber, wer der geeignetste Kandidat auf das Amt des Hohen Septons sei, indem sie bestimmt, dass der neue Amtsinhaber in jedem Fall einen Bannfluch auf Tyrion legen müsse, wogegen sich der alte Hohe Septon stets gewehrt hatte.

Als nächstes trägt Pycelle eine Nachricht aus dem Grünen Tal vor: Die so genannten Lords der Erklärung haben eine Deklaration in Runenstein unterzeichnet, mit der sie beabsichtigen, Petyr Baelish notfalls mit Gewalt als Lord Protektor des Grünen Tals abzusetzen. Zu diesen Lords gehören Yohn Rois, Anya Waynwald, Gilwald Jäger, Hortan Rotfest, Benedar Belmor und Symond Tempelheim. Auf Harys Swyfts Anfrage erklärt Pycelle, dass weder Petyr Baelish noch seine Gegner die Krone um Beistand gebeten haben. Orton Sonnwetter ist der Meinung, dass es egal sei, wer im Grünen Tal anstelle des jungen Robert Arryn regiere, solange die Steuern regelmäßig gezahlt würden. Cersei entscheidet, nachdem sie sich an Kleinfingers Nützlichkeit erinnert, dass man den Lords erklären werde, dass Petyr Baelish nichts geschehen dürfe, dass sie ansonsten aber freie Hand hätten bei der der Entscheidung, wie sie das Grüne Tal in Zukunft regieren wollen.

Der Rat beschließt den Bau von Schiffen und deren FinanzierungBearbeiten

Dann lenkt Auran Wasser das Gespräch auf die Königliche Flotte, die durch die Schlacht am Schwarzwasser auf weniger als zwölf Schiffen geschrumpft ist. Er plädiert dafür, die Flotte schnellstmöglich zu verstärken, worin ihm Ser Harys beipflichtet. Orton Sonnwetter fragt, ob man nicht die Eisenmänner mit einer Gegenleistung kaufen könne, aber Pycelle erklärt, dass sie den Norden begehren, den Lord Tywin allerdings schon Lord Roose Bolton versprochen habe. Daraufhin schlägt Orton vor, den Norden zu teilen und Lord Roose später gegen die Eisenmänner zu unterstützen. Cersei stellt fest, dass keiner der Ratsmitglieder weiß, wer nach Balon Graufreuds Tod eigentlich die Eiseninseln regiert, noch ob Theon Graufreud noch lebt noch was mit Balons Brüdern ist. Varys hätte sicher Informationen gehabt. Dann bricht sie die Diskussion ab und sagt sie, dass die Eisenmänner sie ohnehin wenig interessieren würden, da sie kein Bündnis mit ihnen eingehen wolle.

Auran macht den konkreten Vorschlag, zehn Dromonen bauen zu lassen, doch es fehlt an Geld. Lord Gil versucht zu sagen, dass besonders die derzeitigen Ausgaben für die Goldröcke zur Zeit sehr hoch seien, doch seine Worte gehen in einem blutigen Hustenanfall unter. Cersei erklärt, dass sie die Rückzahlung der hohen Schulden, die Robert Baratheon mit dem Heiligen Glauben und der Eisernen Bank von Braavos eingegangen ist, vorerst eingestellt würden, solange Krieg herrsche[4], um so Geld zu sparen für den Bau der neuen Schiffe. Lord Sonnwetter und Ser Harys finden diese Idee hervorragend, während Pycelle warnt, dass die Eiserne Bank ein mächtiger Feind sei, aber Cersei wiegelt die Gefahr ab, da die Bank in Braavos sei und ein Lennister stets seine Schulden begleiche.

Der Rat diskutiert über die Situation im NordenBearbeiten

Als nächstes berichtet Ser Harys von einer Nachricht Lord Walder Freys, der seine Ansprüche geltend macht. Cersei findet Lord Walder anmaßend, und Qyburn berichtet, dass es Gerüchte in der Stadt gebe, die die Krone mit der Roten Hochzeit in Verbindung bringen. Vor allem die Spatzen ächten, dass bei Lord Walders Verrat die heiligen Traditionen der Götter verletzt worden seien wie etwa das Gesetz der Gastfreundschaft. Cersei will sich dies zunutze machen und stellt klar, dass Lord Walder sicherlich bald sterben werde und sein Andenken ruhig besudelt sein könne. Die Ratsmitglieder pflichten ihr auch hier bei, doch Qyburn ergänzt, dass es den Norden zusätzlich beruhigen würde, wenn für die Tat ein paar Frey-Köpfe rollen würden. Cersei findet diese Idee gut und ist der Meinung, dass der nächste Lord am Kreuzweg auf diese Weise gleichzeitig ein paar seiner zänkischen Verwandten loswerden könnte.

Auran Wasser lenkt das Gespräch auf die Goldene Kompanie, die ihren Vertrag mit Myr gebrochen hat.[5] Es gibt das Gerücht, dass sie sich nun Stannis Baratheon anschließen würden. Cersei gibt zu bedenken, dass Stannis nicht genug Gold hat, um sie zu bezahlen und dass sie außerdem nach Volantis unterwegs seien, also genau in die entgegengesetzte Richtung. Außerdem könne sie sich nicht vorstellen, dass sich die Kompanie Stannis anschließen würden, weil er auf verlorenem Posten steht, da der Krieg so gut wie beendet sei: Lord Maes Tyrell belagert Sturmkap, Dawen Lennister und die Freys Schnellwasser, Lord Paxter Rothweyns Schiffe haben Tarth passiert und werden Königsmund bald erreichen, und dann werde Drachenstein fallen.

Pycelle warnt, dass Stannis versuche, mit den Wildlingen gemeinsame Sache zu machen, wenn man Janos Slynts Bericht Glauben schenken könne. Lord Orton ist der Meinung, Stannis müsse sehr verzweifelt sein, und Cersei ergänzt, dass dieser Pakt töricht sei, da die Nordmänner die Wildlinge hasse würden und das ihrem Verbündeten Lord Roose Bolton in die Hände spielen würde. Dessen Bastard Ramsay Schnee habe bereits einige Nordmänner hinter sich vereinigen können, um die Eisenmänner aus Maidengraben zu vertreiben, namentlich Haus Umber und Haus Ryswell, und auch Haus Manderly in Weißwasserhafen stünde kurz davor, sich der Krone anzuschließen. Lord Wyman Manderly habe zugestimmt, seine beiden Enkelinnen Wynafryd Manderly und Wylla Manderly mit Freys zu verheiraten und seinen Hafen für die Schiffe der Krone zu öffnen. Allerdings fordert er, dass sein Sohn Wylis Manderly zu ihm zurückkehren darf, bevor er das Knie vor der Krone beugt. Auch hier weiß niemand im Kleinen Rat, ob sich dieser Sohn überhaupt noch in Harrenhal befindet, wo Ser Gregor ihn gefangen gehalten hat, oder ob er schon tot ist. Lord Wyman hat auch Stannis' Hilfsgesuche an Weißwasserhafen nach Königsmund weitergeleitet, die Lord Wyman mit Ausflüchten beantwortet hat, und als Stannis Ser Davos Seewert nach Weißwasserhafen geschickt hat, hat Lord Wyman diesen gefangen nehmen lassen.[6] Er lässt den Rat fragen, was er mit ihm anstellen solle. Cersei entscheidet, dass Lord Wyman ihm den Kopf abschlagen soll, um so ein Bündnis mit Stannis unmöglich zu machen. Cersei schätzt, dass Lord Wyman es nicht wagen werde, diesen Befehl zu verweigern, auch wenn er Haus Stark einst sehr treu gewesen ist.[7] Als Pycelle anmerkt, dass Sansa Stark immer noch lebe, echauffiert sich Cersei darüber, dass Sansa ihre Gutmütigkeit ausgenutzt habe und dies eines Tages bereuen werde. Als niemand auf ihren Wutausbruch reagiert, erklärt sie, dass Arya Stark bei Lord Bolton sei und nach der Einnahme von Maidengraben dessen Bastard Ramsay Schnee heiraten werde. Dann erklärt sie dem Rat, dass es sich bei dem Mädchen, das als Arya ausgegeben wird, um Jeyne Pool handelt, der Tochter des Haushofmeisters Vayon Pool von Lord Eddard Starks.

Der Rat beschließt Jon Schnees TodBearbeiten

Dann eröffnet Cersei dem Rat, dass die Nachtwache Jon Schnee zum neuen Lord Kommandanten der Nachtwache ernannt haben. Cersei denkt an die Bastarde, die Robert gezeugt hat, und dass selbst er es nur einmal gewagt hatte, davon zu sprechen, ein Bastardmädchen an den Hof zu holen[8]. Das war gewesen, nachdem Joffrey Baratheon ohne Gewissensbisse ein tragendes Küchenkätzchen mit einem Dolch aufgeschnitten hatte, um zu sehen, ob tatsächlich kleine Jungen darin sind[9]. Cersei hatte damals gedroht, dass dem Mädchen am Hof etwas zustoßen werde, woraufhin Robert ihr einen Bluterguss verpasste, es dann aber dabei belassen hatte. Jetzt denkt sie, dass Catelyn Tully Jon Schnee eigentlich hätte töten sollen, als Eddard Stark Jon mit nach Winterfell gebracht hat, aber sie sei eben nicht so mutig wie wie sie selbst. Sie erklärt dem Rat, dass obwohl die Nachtwache eigentlich nicht in die Innenpolitik der Sieben Königslande eingreifen dürfe, Jon Schnee Stannis Burgen und Ländereien überlassen habe. Trotzdem habe Jon Schnee die Frechheit besessen, gleichzeitig eine Nachricht nach Königsmund zu schicken, dass sich die Nachtwache aus den Angelegenheiten des Reichs heraushalte und in der er um mehr Männer für die Mauer bittet. Ser Harys schlägt vor, die Schwarze Festung dazu zu drängen, Jon Schnee abzusetzen, und Pycelle und Auran Wasser stimmen dem bei. Qyburn hingegen schlägt vor, dem Schein nach 100 Männer an die Mauer zu schicken, die dann dafür sorgen sollen, dass Jon abgesetzt wird. Zum Schluss spricht Auran Wasser die Gerüchte im Hafen an, die von Drachen sprechen, die im Osten geboren sein sollen, doch Cersei tut das als Fabeln ab und beendet die Sitzung.

Ser Boros eskortiert Cersei zurück zu ihren Gemächern, wo Lady Sonnwetter auf sie wartet und mit Dorcas und Lady Joslyn Scherze treibt. Taena erklärt, dass gleich beide Rothweyn-Zwillinge sich in Margaery verliebt hätten. Früher hätten sie immer darum gestritten, wer der nächste Lord vom Arbor werde, nun stritten sie darüber, wer der Königsgarde beitreten dürfe, um Margaery nahe zu sein. Cersei meint, die Rothweyns hätten schon immer mehr Sommersprossen als Verstand gehabt, hofft aber insgeheim, dass sich Margaery auf einen von beiden einlässt. Dann schickt sie Dorcas los, Ser Osney Schwarzkessel zu holen, woraufhin sie errötet, was wiederum Taena auffällt. Cersei erklärt, Dorcas habe sich in Osney verliebt. Sie reden über Lord Orton Sonnwetter, und Taena muss zugeben, dass ihr Gemahl eher mildtätig als verwegen ist, dass sie aber schon vor ihm einen anderen Mann gehabt habe, dessen Namen sie aber nicht nennen will.

Dorcas kehrt mit Ser Oseny zurück, und Cersei entlässt ihre Hofdamen, sodass sie mit ihm allein ist. Cersei fragt, ob er wie sein Bruder in die Königsgarde eintreten wolle, aber Ser Osney sagt, er begehre nur seine Königin, und er wolle ein weiteres Mal mit ihr schlafen, dann begrabscht er Cersei auf eine Art, die sie an Robert erinnert. Cersei spielt das Spiel ein wenig mit. Ser Osney erzählt, dass sein Bruder Osfryd Schwarzkessel ihm einen schwarzen Hengst geschenkt habe, den er Mitternacht getauft hat. Cersei deutet an, dass Osney versuchen solle, Margaery zu verführen, dann werde sie sich bei ihm erkenntlich zeigen, aber Osney schreckt zurück und behauptet, er würde eher Frauen begehren als Mädchen, außerdem habe es einst einen Ritter der Königsgarde gegeben, der seinen Kopf lassen musste, weil er eine Verhältnis mit seiner Königin gehabt hatte. Cersei kennt die Geschichte von Terrenz Toyn besser, denn König Aegon IV. Targaryen hatte ihn nicht mit seiner Gemahlin, sondern mit Bethyna Bracken, einer seiner Mätressen, erwischt, und der Kopf war das einzige, was er nicht hatte abschneiden lassen, während Bethyna hatte zusehen müssen. Sie beruhigt ihn, Tommen sei nicht Aegon der Unwerte und dass nicht er seinen Kopf, sondern Margaery ihren verlieren soll. Osney erklärt, dass Margaery ihn offenbar mag, denn sie hatte ihn zuletzt verteidigt, als Megga Tyrell ihn wegen seiner Nase geärgert hatte. Cersei eröffnet ihm den Plan, dass er zwar kurzzeitig zur Mauer müsse, nachdem man ihn im Bett der Königin entdeckt hätte, dass er dann aber schnell heimkehren werde, wenn er dort einen weiteren Auftrag für Cersei ausführe, nämlich Jon Schnee umzubringen. Als Belohnung stellt sie ihm in Aussicht, wieder mit ihr schlafen zu dürfen und zusätzlich in den Rang eines Lords erhoben zu werden. Ser Osney stimmt zu und Cersei belohnt ihn mit einem Kuss.

Cersei reflektiert den TagBearbeiten

Als Joslyn ihr später das Haar kämmt, gefällt sich Cersei selbst in ihrer Verschlagenheit. Sie wird dafür sorgen, dass Ser Osmund Schwarzkessel seinen Bruder im Bett der Königin erwischen wird, damit die Loyalität der Schwarzkessels nicht in Frage gestellt wird, und dann wird selbst Lord Maes nicht wagen, seine geliebte Tochter zu verteidigen. Andererseits wird dann niemand Verdacht schöpfen, wenn Ser Osney an die Mauer geschickt wird, weder Stannis noch Jon Schnee.

Dann lässt sie abermals nach Taena rufen und trägt ihr auf, Margaery mitzuteilen, dass sie einen heimlichen Verehrer habe. Taena soll aber Osneys Namen zunächst nicht preisgeben, denn sie möchte, dass Margaery ihn Taena von sich aus entlockt. Cersei und Taena trinken die ganze Nacht Arborgold, und schließlich ist Taena so betrunken, dass sie Cersei den Namen des Piraten aus Myr erzählt, der sie entjungfert hat. Als Taena fragt, ob Cersei jemals einen Mann inständig geliebt habe, lügt sie, Robert habe sie stets fasziniert. Am Ende des Tages träumt sie von Tyrion, und wie sie seinen Kopf mit Bronze überziehen würde, wenn ihn ihr jemand brächte. Sie träumt, sie würde ihn in ihrem Nachttopf aufbewahren.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

Siehe auchBearbeiten

Einzelnachweise & AnmerkungenBearbeiten

  1. Da der Zwerg sich als Spatz ausgegeben hat, handelt es sich vermutlich um den Zwerg, den schon Brienne von Tarth auf der Straße nach Dämmertal getroffen hat‚ siehe: VII-Brienne II.
  2. Spoiler zeigen
    Er soll außerdem Fürst Doran Martell einen Platz im Kleinen Rat anbieten sowie Myrcella Baratheon und Trystan Martell mit nach Königmund bringen‚ siehe: VIII-Die Prinzessin im Turm (Arianne Martell) und X-Der Beobachter (Areo Hotah).
  3. Spoiler zeigen
    Qyburn könnte in Cerseis Auftrag für den Tod des Hohen Septons verantwortlich sein, und Pycelle könnte der nächste sein‚ den Cersei beseitigen möchte. Später gesteht Ser Osney Schwarzkessel dem Hohen Spatz, dass er den alten Hohen Septon in Cerseis Auftrag mit einem Kissen erstickt habe, siehe: VIII-Cersei VI.
  4. Spoiler zeigen
    Daraufhin wendet sich die Bank Stannis Baratheon zu‚ siehe: X-Jon II.
  5. Spoiler zeigen
    Illyrio Mopatis hat sie bezahlt, damit sie sich Daenerys Targaryen anschließen.
  6. Spoiler zeigen
  7. Spoiler zeigen
    siehe: IX-Davos IV.
  8. vermutlich Mya Stein.
  9. siehe: VI-Davos II.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki