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Das Urteil durch Kampf (engl.: Trial by combat) ist eine Methode der Urteilsfindung, in der zwei streitende Parteien im Einzelkampf antreten, und nicht selten mit dem Tod endet.[1]

Urteil durch Kampf NicoleCardiff

Der Kampf ist entschieden und somit steht das Urteil fest.
Von Nicole Cardiff ©FFG

Ausübung Bearbeiten

Ein Urteil durch Kampf:

  • kann zu jedem Zeitpunkt vor oder während des Prozesses eingefordert werden,
  • kann auch zurückgewiesen werden, doch selbst höchste Lords und Mitglieder bedeutender Familien ziehen es kaum in Betracht, solch eine Bitte auf der Stelle abzulehnen,
  • kann in ein Urteil durch Sieben umgewandelt werden, wenn der Ankläger (oder auch der Angeklagte) dies verlangt; dafür spricht, dass auch diese Anfrage, ohne schwerwiegende politische Folgen, nicht einfach abgelehnt werden kann; Urteile durch Sieben sind ohnehin äußerst selten und ereignen sich weniger als ein Mal in jedem Jahrhundert,
  • kann von den Kontrahenten selbst ausgetragen werden, doch in der Regel werden zwei Streitkämpfer auserkoren, die das Gefecht an ihrer Stelle austragen,
  • endet, wenn eine der beiden Champions sich ergibt oder besiegt wird, oder wenn der Ankläger seinen Vorwurf zurückzieht (oder der Angeklagte sich selbst für schuldig erklärt)
  • kann im Falle der Anklage einer Königin nur von einem Ritter der Königsgarde verteidigt werden.[2]
  • bei Tyrion Lennisters Urteil durch Kampf eröffnete der Septon von Hohenehr den Kampf, indem er eine Kristallkugel in die Höhe hält, sodass sich das Licht darin bricht. Er bittet die Götter in einem feierlichen Singsang, für ein gerechtes Urteil zu sorgen (was sie in Tyrions Fall auch tun).[3]
  • auch in den Kampfarenen von bspw. Meereen kennt man die Tradition, dass ein Verbrecher seine Unschuld durch ein Urteil durch Kampf beweisen kann.[4]

Liste der bekannten Urteile durch Kampf Bearbeiten

Der Heckenritter Bearbeiten

Aufgrund einiger unglücklicher Umstände wird das Turnier von Aschfurt zum Schauplatz eines Urteiles durch Sieben mit tragischem Ende.

Band 1 - Die Herren von Winterfell Bearbeiten

Tyrion Lennister verlangt ein Urteil durch Kampf, als er von Lady Lysa Tully des Mordes an ihrem Mann, Lord Jon Arryn, und des versuchten Mordes an Bran Stark beschuldigt wird. Der Prozess fand auf Hohenehr statt.[5]

Band 2 - Das Erbe von Winterfell Bearbeiten

Der Söldner Bronn tritt für Tyrion an und für Lady Lysa zieht der Hauptmann ihrer Garde, Ser Vardis Egen, ins Gefecht. Bronn kann den Kampf mit List gewinnen und Tyrion wurde freigesprochen.[3]

Band 4 - Die Saat des goldenen LöwenBearbeiten

Jaime Lennister erzählt Catelyn Stark, wie Eddards Vater Lord Rickard Stark starb: als er sich für die Verbrechen seines Sohnes Brandon verantworten sollte, forderte er ein Urteil durch Kampf. König Aerys gewährte ihm die Bitte, ernannte aber das Feuer zum Champion für Haus Targaryen. Wenn Lord Rickard die Unschuld seines Sohnes beweisen wolle, dürfe er einfach nicht durch das Feuer sterben.[6]

König Joffrey befiehlt oft, dass Diskussionen durch ein Urteil durch Kampf gelöst werden sollten, gewöhnlich durch den Tod eines Kontrahenten.

Band 5 - Sturm der Schwerter Bearbeiten

Sandor Clegane wird des Mordes an Mycah beschuldigt. Lord Beric Dondarrion entscheidet sich, ein Urteil durch Kampf zu fällen, das er verliert. Aus diesem Grund wird Sandor freigesprochen und darf gehen.[7]

Band 6 - Die Königin der DrachenBearbeiten

Als Tyrion Lennister des Mordes an König Joffrey Baratheon angeklagt wird, bietet Oberyn Martell ihm an, sein Recke in einem Urteil durch Kampf zu sein. Sein Herausforderer und damit Recke der Anklägerin Cersei Lennister ist Ser Gregor Clegane.[8] In dem folgenden Kampf kann Oberyn Ser Gregor tatsächlich entwaffnen, wird dann aber doch noch von ihm getötet. Tyrion wird schuldig gesprochen und in eine Schwarze Zelle gebracht.[9]

Band 8 - Die dunkle KöniginBearbeiten

Die Anklagen des Glauben an die Sieben gegenüber Margaery Tyrell und Cersei Lennister bringen beide dazu, ein Urteil durch Kampf in Betracht zu ziehen. Ihr Status als Königinnen macht es für beide erforderlich, ein Mitglied der Königsgarde als Champion zu ernennen, zu einem Zeitpunkt, an dem nur wenige Ritter dieses Amt innehaben. Cersei schreibt einen Brief an Jaime und bittet ihn darum, ihr Champion zu werden.[2] Jaime reagiert jedoch nicht darauf.[10]

Band 10 - Ein Tanz mit Drachen Bearbeiten

Nachdem Jaime verschwunden ist, muss Cersei einen neuen Champion aus den Reihen der Königsgarde auswählen. Sie entscheidet sich für Qyburns Geschöpf, Ser Robert Kraft.[11]

Siehe auch Bearbeiten

QuellenBearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben, Das verschworene Schwert
  2. 2,0 2,1 Die dunkle Königin, VIII-Cersei VI
  3. 3,0 3,1 Das Erbe von Winterfell, II-Catelyn I
  4. Der Sohn des Greifen, IX-Daenerys I
  5. Die Herren von Winterfell, I-Tyrion V
  6. Die Saat des goldenen Löwen, IV-Catelyn V
  7. Sturm der Schwerter, V-Arya VI
  8. Die Königin der Drachen, VI-Tyrion IV
  9. Die Königin der Drachen, VI-Tyrion V
  10. Die dunkle Königin, VIII-Jaime V
  11. Ein Tanz mit Drachen, X-Epilog (Kevan)

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