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Sothoryos

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Sothoryos Karte.png

Sothoryos oder Sothoros ist einer der vier bekannten Kontinente in der Welt von Das Lied von Eis und Feuer. Er liegt südöstlich von Westeros und genau südlich von Essos hinter dem Sommermeer.[1]

GeographieBearbeiten

Sothoryos ist ein großer Kontinent, bedeckt mit Dschungeln, heimgesucht von Seuchen und weitgehend unerforscht. Die nördliche Küste mit den zerstörten Städten Zamettar, Yeen, Gogossos und Gorosh wurde kartiert, dennoch ist wenig über sie bekannt.[2]

Jaenara Belaerys flog auf ihrem Drachen Terrax weiter in den Süden von Sothoryos als jeder andere Mensch vor ihr. Sie blieb drei Jahre weg, fand aber nur endlose Dschungel, Wüsten und Berge. Jaenara erklärte, Sothoryos sei so groß wie Essos und "ein Land ohne Ende".[2]

Vor beinahe der gesamten Nordküste liegen viele kleine Inseln z.B. die Träneninsel, die Kröteninsel oder auch die Basiliskeninseln, vermutlich benannt nach den Tieren, die auf ihnen zu finden sind. Auch die Axtinsel und Naath liegen vor der Küste des Kontinents. Entlang der Nordküste von Sothoryos führt die so genannte Korsarenstraße. Dort gibt es unzählige tote Städte, die an der glühend heißen Küste verrotten, und eigentlich meidet jeder gescheite Seemann diese Route, doch auf den Basiliskeninseln gibt es viele entlaufene Sklaven, Sklavenhändler, Häuter, Huren, Jäger, gestreifte Menschen und Schlimmeres, und auch eine Menge Proviant für die waghalsigsten Seeleute.[3]

Fauna & FloraBearbeiten

Wie groß der südliche Kontinent auch sein mag, er ist ein ungesunder Ort. Die Luft ist voll faulem Dampf und giftigem Dunst. Blutbeulen, Grünfieber, Süßfäule, Bronzeschädel, der Rote Tod, die Grauschuppen, Seemannsfluch, Braunbein, Breiauge und Gelbgaumen sind nur einige der Krankheiten, die hier verbreitet sind.[2] Yezzan zo Qaggaz erkrankte an einer unbekannten Krankheit, während er in Sothyrios war. Der Kontinent ist Heimat für viele einzigartige Tiere, unter anderem auch Affen, die im Dschungel leben.[2]

Aber Krankheiten stellen nicht die einzige Gefahr für jene dar, die sich in dieses feuchte, grüne Land wagen. Riesige Krokodile lauern unter der Oberfläche des Zamoyos und sind dafür bekannt, Boote von unten anzugreifen, sie umzukippen und die Insassen zu verschlingen. In anderen Flüssen wimmelt es von Schwärmen fleischfressender Fische, die einen Menschen binnen Minuten bis auf die Knochen abnagen können. Es gibt Stechfliegen, Giftschlangen, Wespen und Würmer, die ihre Eier unter die Haut von Pferden, Schweinen und Menschen legen. Große und kleine Basiliskenarten leben in großer Zahl auf der Basiliskenzunge, und einige sind doppelt so groß wie Löwen. In den Wäldern südlich von Yeen soll es Affen geben, die selbst die größten Riesen wie Zwerge erscheinen lassen.[2]

Noch weiter im Süden, in der so genannten Grünen Hölle sollen noch schrecklichere Wesen hausen. Hier gibt es, wenn man den Geschichten glauben darf, Höhlen voll mit weißen Vampirfledermäusen, die innerhalb von Minuten Menschen vollständig aussaugen können. Tätowierte Echsen schleichen durch den Dschungel und zerreißen ihre Beute mit den langen, gekrümmten Krallen an ihren kräftigen Hinterbeinen.[2]

Am schrecklichsten sind die Lindwürme mit ihren großen Lederschwingen, den spitzen Schnäbeln und ihrem unersättlichen Hunger. Sie sind eng mit den Drachen verwandt und übertreffen ihre Vettern an Grausamkeit. Obwohl sie kleiner sind und kein Feuer speien können, sind sie den Drachen in jeder anderen Hinsicht ebenbürtig. Septon Barth mutmaßt in seinem Werk Unnatürliche Geschichte dass die Blutmagier Valyrias Lindwürme verwendet hätten um Drachen zu erschaffen. Dem widerspricht Maester Vanyon und legt in seinem Werk Gegen das Unnatürliche Beweise vor, dass es schon in der Vorzeit Drachen in Westeros gab.[2]

Gestreifte Lindwürme mit ihren auffallenden jadegrünen und weißen Schuppen werden bis zu neun Meter lang, Sumpfwürme sollen sogar noch größer werden, sind jedoch von Natur aus träge und entfernen sich nie weit von ihrer Höhle. Braunbäuche sind kaum größer als Affen, aber gefährlicher als ihre größeren Verwandten, denn sie jagen in Schwärmen von einhundert Tieren oder mehr. Am gefürchtetsten ist jedoch die Schattenschwinge, ein nachtaktiver Jäger, der mit seinen schwarzen Schuppen und Flügeln nahezu unsichtbar ist, bis er aus der Dunkelheit herabstößt und seine Beute in Stücke reißt.[2]

BevölkerungBearbeiten

Die Sothoryi sind grobknochig und muskulös, mit langen Armen, flacher Stirn, riesigen Zähnen, schweren Kiefern und schwarzem, krausem Haar. Ihr breiten, flachen Nasen erinnern eher an Schnauzen, und ihre dicke Haut ist mit braun-weißen Streifen überzogen. Was ihnen insgesamt etwas Wildschweinartiges verleiht. Die Sothoryi-Frauen können sich nur mit ihren eigenen Männern fortpflanzen. Aus Verbindungen mit Männern aus Essos oder Westeros gehen nur, oft schrecklich missgestaltete, Totgeburten hervor.[2]

Die Sothoryi, die nahe an der Küste leben, haben die Handelssprache erlernt. In den Augen der Ghiscari eignen sie sich wegen ihrer Dummheit nur schlecht als Sklaven, doch sie sind grimmige Krieger. Weiter südlich geben sie sich nicht einmal mehr den Anschein von Zivilisiertheit und werden immer wilder und barbarischer. Viele sind Kannibalen und manche sogar Ghule. Wenn sie keine Feinde verspeisen können, fressen sie ihre eigenen Toten.[2]

Es ist daher kaum überraschend, dass Sothoryos im Vergleich zu Westeros oder Essos nur sehr dünn besiedelt ist. An der Nordküste gibt es zwei Dutzend kleine Handelsniederlassungen. -Städte aus Schlamm und Blut, wie manche sagen, nass und feucht und voller Elend.- Hierher kommen Abenteurer, Schurken, Verbannte und Huren aus den Freien Städten und Westeros, um ihr Glück zu machen. Zweifellos kann man in diesen Dschungeln, Sümpfen und trüben Flüssen Reichtümer finden, doch für jeden, der Geld oder Perlen oder kostbare Gewürze entdeckt, findet hundert andere den Tod. Die Korsaren der Basiliskeninseln rauben diese Siedlungen häufig aus, verschleppen die Gefangenen nach Kralle oder zur Träneninsel und sperren sie in Pferche, ehe sie sie auf den Fleischmärkten der Sklavenbucht oder an die Kissenhäuser und Lustgärten von Lys verkaufen.[2]

Das Tiekholz aus Sorthoryos wird für den Schiffsbau in Essos benutzt.[4]

LegendenBearbeiten

Es soll auch noch anderer Rassen gegeben haben, vergessene Völker, die vernichtet, gefressen oder von den Gestreiften Menschen vertrieben wurden. So erzählen manche Legenden und Geschichten über Echsenmänner oder augenlose Höhlenbewohner. Echte Beweise gibt es dafür aber nicht.[2]

Jüngste EreignisseBearbeiten

Band 10 - Ein Tanz mit DrachenBearbeiten

Süßes erzählt Tyrion Lennister, ihr Herr Yezzan zo Qaggaz habe sich zehn Jahre zuvor in Sothoryos mit einer schlimmen Krankheit angesteckt, die ihn langsam innerlich verfaulen und sterben lässt.[5] Daenerys Targaryen beobachtet während der Wiedereröffnung der Kampfarenen in Meereen unter anderem eine Art Buhurt auf Leben und Tod, bei dem sie auch braungestreifte Halbmenschen aus dem Dschungel von Sothoryos sieht.[6]

Als Victarion Graufreud mit der Eisernen Flotte von Euron Graufreud zur Sklavenbucht geschickt wird, wo Victarion Daenerys Targaryen finden soll, macht die Flotte auf den Trittsteinen einen Zwischenstopp. Dann teilt Victarion seine 99 Schiffe in drei Teile auf und gibt Anweisung, sich an der Südspitze der Zederninsel wieder zu versammeln. Dort finden sich allerdings nur 54 Schiffe ein, da unter anderem auch Ralf Steinheim auf seiner Route entlang der Küste von Sothoryos eine Menge Schiffe verliert und am Ende sogar selbst verschwindet.[3]

Siehe auch Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Länder von Eis und Feuer, Karte von Zentralessos
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 Die Welt von Eis und Feuer, Jenseits der Freien Städte: Sothoryos
  3. 3,0 3,1 Ein Tanz mit Drachen, X-Der eiserne Freier (Victarion I)
  4. Der Sohn des Greifen, IX-Daenerys V
  5. Ein Tanz mit Drachen, X-Tyrion II
  6. Ein Tanz mit Drachen, X-Daenerys III

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