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World map Sklavenbucht
Sklavenbucht jcbarquet

Die Sklavenbucht von Juan Carlos Barquet ©FFG

Die Sklavenbucht (engl.: Slaver's Bay) ist eine kulturelle und geographische Region auf dem östlichen Kontinent.

GeographieBearbeiten

Ihre drei Städte Astapor, Meereen und Yunkai entstanden aus dem Erbe des Ghiscarischen Imperiums.[1] Nach dessen Untergang wurde die Bucht ein wohlhabendes Zentrum für den weltweiten Sklavenhandel. Die Sklavenbucht geht südlich in den Golf der Trauer über.[2] Die drei Städte sind über eine alte Ghiscari-Küstenstraße miteinander verbunden. Von Astapor nach Yunkai sind es 300 Meilen, die eine berittene Kompanien in sechs harten oder acht normalen Tagesritten erreichen kann, während eine Fußlegion etwa zwölf Tage braucht. Von Yunkai nach Meereen sind es weitere 150 Meilen.[3]

Bewohner & WirtschaftBearbeiten

Valyria Karte

Obwohl nur ein sehr kleiner Teil der Kultur der Ghiscari den Zerfall des Reiches überlebt hat, sind die heutigen Menschen der Sklavenbucht sehr stolz auf ihr Erbe. Die Städte pflegen das alte Symbol der Harpyie, obwohl sie die Donnerkeile durch offene Handschellen ersetzt haben. Die Sprache der Ghiscari ist schon seit langem vergessen. Heute sprechen die Menschen der Sklavenbucht die Sprache ihrer Eroberer, hochvalyrisch, verunreinigt durch eine knurrende Betonung und gespickt vom Jargon der Sklaven. Dennoch schreiben die heutigen Ghiscari noch immer mit ihren einzigartigen Schriftzeichen. Ethnisch betrachet sind die heutigen Ghiscari eine Mischlingsrasse, die nur noch wenig Blut mit den alten Ghiscari teilen. Aufgrund ihres verwöhnten Lebensstils neigen sie zu Übergewicht und Fettleibigkeit. Sie haben bernsteinfarbene Haut, dunkle Haare und dunkle Augen. Oft sind ihre Haare eine Mischung aus kräftigem roten und schwarzen Haar, ein einzigartiges Merkmal der Region. Trotz der Schwäche ihrer Verbindung mit Ghis, hält sich die Sklavenbucht für die Fortsetzung des einstigen Ghis Jahrhunderte nach dem Fall seines alten Rivalen, Valyria.

Sklavenhandel war der dominierende Wirtschaftszweig der Sklavenbucht und die Sklavenhändler der Städte schufen die herrschende Aristokratie. Die Sklavenhändler von Astapor , Yunkai und Meereen nannten sich selbst die Guten, Weisen oder sogar die Großmeister. Sie kleideten sich in Tokars, ein Toga - ähnliches Gewand, dass nur die in Freiheit geborenen tragen durften. Der Wert der Stoffe, aus denen die Fransen der Tokars gemacht wurden, zeigte das Vermögen und den Rang des tragenden Meisters an. Sklavenhändler lebten mit ihren Familien in opulentem Reichtum, segelten in der Dämmerung auf Lustkähnen und gaben üppige Feste, um ihre Geschichte zu ehren. Auf der anderen Seite mussten die Sklaven brutale Misshandlungen ertragen.

Die Städte teilten sich eine friedvolle Rivalität, Krieg wurde um jeden Preis vermieden. So wurden auch an die vorbeiziehenden dothrakischen Khalasare Tribut gezahlt, statt es auf einen Kampf anzulegen. Durch den Reichtum des durchschnittlichen freien Einwohners, waren die Stadt - Armeen gefüllt mit reichen Söhnen von Sklavenhändlern, die ihre Positionen kaum mehr als eine Gelegenheit zum Schauspiel erachteten. Die Bürgersoldaten der Sklavenbucht waren eher uneffiziente Kämpfer, da sie lieber farbenfrohe Stoffrüstungen anprobierten und ihr Haar zu großen, ausgefallenen Frisuren kämmten, statt zu trainieren. Folglich setzten die Menschen in hohem Maße auf versklavte Soldaten und Söldnerkompanien zum Schutz ihrer Städte. Während die versklavten Soldaten zum Großteil arm und untrainiert waren, besaßen die Unbefleckten (für den Kampf trainierte Eunuchen) einen verdienten Ruf für ihre Wirksamkeit.

Die Städte der SklavenbuchtBearbeiten

Die drei Hauptstädte, die sich in der Sklavenbucht befinden, sind Astapor, Yunkai und Meereen, auch bekannt als "die Großen Sklavenhändlerstädte"

AstaporBearbeiten

Hauptartikel: Astapor

Astapor war berühmt dafür, der einzige Ort zu sein, in dem man Unbefleckte kaufen kann. Die Ausbildung der versklavten Soldaten gebot zwar einen riesigen Einsatz, doch erwarben die Guten Meister von Astapor den rentabelsten Gewinn mit ihrem Verkauf. Die Stadt selbst war alt und heruntergekommen, erbaut aus brüchigen roten Ziegeln, von denen man sagt, sie seien von Blut der sterbenden Sklaven gefärbt worden, die sie gestapelt hätten. Der allgegenwärtige Ziegelstaub brennt in den Augen, was in Freiheit geborene Frauen veranlasst, sich zu verschleiern. Die Stadt wird von massiven Stufenpyramiden dominiert. Manche von ihnen sind sogar über 120 mtr. hoch und begrenzen das Ufer der Bucht. Der Platz des Stolzes dient als ein Open - Air - Sklavenmarkt, als Bereitstellungsplatz der Unbefleckten und als Gemeinde - Treffpunkt. Während der Mittagshitze können die Ziegelstraßen unerträglich heiß werden, weshalb sie in der Zeit weitgehend menschenleer sind. In den Abendstunden zünden die Sklavenhändler Seidenlaternen auf jeder Terrasse an und lassen sanfte Musik spielen, während sie auf ihren Lustkähnen segeln.

Zu ihren eigenen Sklaven waren die Guten Meister von Astapor besonders grausam. In den Kampfarenen wurde der Blutsport gefördert. Kleine Kinder wurden gezwungen, gegen wilde Tiere zu kämpfen. Widerspenstige Sklaven wurden bei lebendigem Leibe gehäutet. Die krönende Errungenschaft der Sklavenzucht der Guten Meister von Astapor bildeten jedoch die Unbefleckten. In ihrer Ausbildung wurden junge männliche Sklaven durch einen brutalen konditionierungsprozess systematisch entmenschlicht, um sie in gefühlskalte Kampfmaschinen zu verwandeln. Anders als die anderen Städte in der Sklavenbucht vertraute Astapor zu seinem Schutz auf keine weiteren Söldner oder Sklaventruppen. Die unverkauften Unbefleckten würden die Stadt vor jeder Bedrohung schützen.

Die Stadt wird durch Daenerys Targaryen erobert, nachdem sie die gesamte Menge der Unbefleckten kauft und sie gegen die ungeschützten Sklavenhändler in den Kampf schickt. Daenerys errichtett eine neue Regierung mit einem Heiler, einem Priester une einem Gelehrten. Nachdem sie jedoch die Stadt verlässt, erlangt eine ehemaliger Metzger mit Namen Cleon die Macht und führt die Sklaverei wieder ein. Jetzt sind jedoch frühere Sklaven die neuen Meister. Cleon der Metzgerkönig schickt Daenerys Geschenke und Hochzeitsangebote, obwohl sie seine Herrschaft keineswegs billigt.

YunkaiBearbeiten

Hauptartikel: Yunkai

Als kleinste der drei Städte war Yunkai bekannt für seine Kampfarenen und Freudenhäuser. die schnell bei der Ausbildung von Sklaven waren. Die Stadt ähnelt architektonisch Astapor sehr, bis auf die kleinere Größe und die Nutzung gelber statt roter Ziegel. Die Sklavenhändler von Yunkai waren bekannt als die Weisen Meister. Die Stadt verlässt sich auf ihre Sklavenarmee und jede Söldnertruppe, die sie kaufen können.

Nach dem Niedergang von Astapor umkreiste Yunkai sich selbst mit einer Sklavenarmee von etwa 4000 Mann und erwarb den Dienst der Zweitgeborenen und der Sturmkrähen, die noch einmal 1000 Männer mehr bereitstellten. Daenerys lockte die Sturmkrähen in ihre Dienste, überfiel die Zweiten Söhne und trieb sie auseinander. Die Weisen Männer ergaben sich und ließen all ihre Sklaven frei.

MeereenBearbeiten

Hauptartikel: Meereen

Die Größte der drei Städte, Meereen, hat soviele Einwohner, wie Astapor und Yunkai zusammen. Die Stadt wurde in einer ähnlichen Architektur erbaut, wie ihre Nachbarn, doch weisen ihre Ziegel unterschiedliche Farben auf. Ihr Aussehen wird von einer massiven Steinpyramide dominiert, die "Die Große Pyramide" genannt wird, und vom Tempel der Gnaden, welcher von einer goldenen Kuppel bedeckt wird. Meereen ist dahingehend einzigartig unter den Städten der Ghiscari, dass sie viele Tempel beherbergt. Die Sklavenhändler von Meerenn werden Große Meister genannt. Sie besitzen eine Truppen von Lanzenträgern, die mit traditioneller und extravaganter Kleidung der Ghiscari ausgestattet sind mit Schilden aus Kupfer und annähernd fünf Meter lange Lanzen.

Nach dem Niedergang von Astapor und Yunkai verbrannte Meereen die Erde um die Stadt herum, um Daenerys zu schwächen. Sie machten das umliegende Land dem Erdboden gleich und nagelten Kinder und Kleinstkinder der Sklaven an Pfosten, mit dem Zeigefinger Richtung Meereen zeigend. Außerhalb der Stadttore forderte ein Champion Daenerys Streitkräfte heraus und wurde vom Starken Belwas erschlagen. Um eine längere Belagerung zu verhindern, schickte Daenerys eine kleinere Gruppe ihrer Männer los, um die Stadt zu infiltrieren und die Gladiatoren der Kampfarenen zu befreien. Das anschließende Chaos nutzten sie zum Öffnen der Stadttore und erzwangen so eine Kapitulation. Daenerys richtete eine gewisse Anzahl der Großen Meister der Stadt hin und entschied sich dann, in der Stadt zu verweilen, um als Königin zu regieren.

GeschichteBearbeiten

Das Reich der GhiscariBearbeiten

Die alte Stadt Ghis ist eine der ältesten bekannten Kulturen und Nationen auf der Welt. Seine Gründung und das darauf folgende Goldenen Zeitalter geht dem seines Nachfolgers, Valyria, um 1000 Jahre voraus. Die Stadt wuchs zu einem militärischen, wirtschaftlichen und kulturellen Machtzentrum heran, welches das Reich der Ghiscari genannt wurde. Auf der Höhe seiner Macht konnte Ghis hoch disziplinierte Legionen von Soldaten auf das Feld schicken, die auf dem Schlachtfeld angeblich unbesiegbar gewesen sein sollen. Die Architektur von Ghis wurde von massiven Ziegeltürmen und Pyramiden dominiert, getragen auf den Rücken ihrer Sklaven. Ihr Symbol war die Harpyie, eine mit Reißzähnen und ledrigen Flügeln statt Armen ausgestattete Frau. Ihre Beine waren die eines Adlers. Sie besaß den Schwanz eines Skorpions und umklammerte mit ihren Krallen einen Donnerkeil.

Das Reich der Ghiscari brach nach einer etwa 5000-jährigen Herrschaft zusammen, nachdem es mit der aufsteigenden Stadt Valyria mehrere Kriege geführt hatte. Nach einer Serie von 5 verlorenen Kriegen, stürzte das Reich schließlich, denn trotz ihres Reichtums und ihrer beinahe unbesiegbaren Legionen, konnte Ghis nichts gegen die mächtigste Waffe des Valyria entgegenstellen, den Drachen.

Nach dem NiedergangBearbeiten

Nachdem das Reich der Ghiscari zusammengebrochen ist, stürzte auch die Stadt Ghis in den Ruin. Obwohl der Fall die meisten aus der alten Ghiscari - Blutlinie ausgelöscht hatte, baute die überlebende Bevölkerung des Reiches das Gebiet aus den Trümmern wieder auf. Drei Metropolen rückten dabei in den Vordergrund: Astapor, Yunkai und Meereen. Diese drei Städte etablierten sich als Zentren für den weltweiten Sklavenhandel und wurden damit äußerst wohlhabend. Ihre Einwohner lebten in stetigem Überfluss, bis in den Feldzügen von Daenerys Targaryen alle drei Städte erobert wurden.

Siehe auch Bearbeiten

QuellenBearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Die Länder von Eis und Feuer, Karte von Zentralessos
  2. Die Welt von Eis und Feuer (App), Sklavenbucht
  3. Der Sohn des Greifen, IX-Der Verwehte (Quentyn II)

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