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Ein Ritter (engl.: Knight) ist in der Gesellschaft in Das Lied von Eis und Feuer ein Mitglied einer Gruppe von Kriegern, die stark mit der feudalen Struktur der Sieben Königslande und dem Glauben an die Sieben verwoben ist. Ritter stehen in der Gesellschaftspyramide zwischen den Lords und dem einfachen Volk. Im Gegensatz zum Adel ist der Titel eines Ritters nicht erblich, andererseits kann aber auch jeder Bastard Ritter werden. Ritter tragen den Titel Ser.

Geschichte Bearbeiten

Das Rittertum hat seine Wurzeln in der Tradition der Andalen und wurde nach Westeros gebracht in der Zeit der Invasion der Andalen. Nicht zuletzt durch die militärische Überlegenheit der Ritter, ihrer Waffen und ihrer Rüstungen war die Invasion erfolgreich. In der Folgezeit zeigte sich der kulturelle Einfluss der Andalen auf die bestehende Kultur der Ersten Menschen auch dadurch, dass die Ritter zum Rückgrat der Kriegskunst in Westeros wurden. Dort, wo sich die andalische Kultur weniger durchsetzen konnte, ist auch heute noch wenig Rittertradition vorhanden: das trifft vor allem auf den Norden, Dorne und die Eiseninseln zu.

Ausübung Bearbeiten

Von einem Ritter wird verlangt, dass er tapfer, edel und ehrenwert handelt, zu seinem Wort steht und seinem Lehnsherrn loyal gegenübersteht. Des Weiteren verteidigt ein Ritter den Glauben an die Sieben. In der Praxis allerdings verfehlen viele Ritter diese noblen Normen und Ideale. Viele Ritter sehen in dem Titel eher einen Prestigegewinn. Für Bastarde und das gemeine Volk allerdings ist das Rittertum fast die einzige Möglichkeit, sozial aufzusteigen.

Die wichtigste Fähigkeit eines Ritters ist es, geschickt mit Waffen umgehen zu können. Es wird von einem Ritter erwartet, dass er immer kampfbereit ist. Sie kämpfen der Tradition folgend als schwer gepanzerte Reiter, die mit einer Plattenrüstung und Lanze, Schwert und Schild ausgestattet sind. Einige Ritter bevorzugen Äxte, Speere oder Kriegshämmer. Sie besitzen mindestens ein Pferd, meistens aber zwei: ein wildes Schlachtross und ein sanfteres Pferd für die alltägliche Fortbewegung. Laut Jaime Lennister sind 300 Golddrache ein faires Lösegeld für einen Ritter.

Ritter verzieren ihren Schild und ihren Umhang mit ihrem Siegel. In der Regel zeigen sie dabei ihr Familienwappen. Wenn sie keiner Adelsfamilie angehören oder angehören wollen, kreieren sie oft auch eigene Wappen. Diese persönlichen Siegel assoziieren durch Symbole oft die Situation, in der der Ritter seinen Titel erhielt. Manche Ritter tragen zudem eine Helmverzierung, reiche Ritter tragen Zierwaffen und -rüstungen, die manchmal sogar mit Edelsteinen besetzt sind.

Rituale Bearbeiten

Der traditionelle Weg zur Ritterschaft durchläuft drei Phasen:

  • Als Page dient man als Junge einem Ritter, der zum Lehrmeister des Pagen wird. Die Söhne vieler Ritter und Lords werden so in die Obhut befreundeter oder verwandter Verbündeter übergeben. Die Pagen erfüllen einfache Aufträge für den Ritter, der den Pagen wiederum in das Rittertum einführt, bspw. in den Tjost oder den Schwertkampf, etwa mit stumpfen Waffen.
  • Knappe wird man, wenn man als Page ein bestimmtes Alter erreicht hat. Knappen lernen den Umgang mit Waffen, Rüstungen und Pferden. In Kriegszeiten begleiten die Knappen ihren Ritter, helfen ihm beim Anlegen seiner Rüstung und kämpfen Seite an Seite mit ihm. Einige Knappe verzichten darauf, Ritter zu werden und leben ihr Leben lang als Knappen. Dies ist der Fall, wenn sie nicht bereit sind, das kämpferische Leben eines Ritters zu führen oder wenn ihnen einfach das Geld für die Ausrüstung fehlt.
  • Ritter werden kann man nur durch einen anderen Ritter, der aus welchen Gründen auch immer jemanden zum Ritter schlagen kann. Gewöhnlich schließt dieser Akt die Ausbildung des Knappen ab, wenn der Lehrmeister das Gefühl hat, dass der Anwärter die Verantwortung eines Ritters tragen kann. Auch einfache Menschen, die sich tapfer geschlagen haben oder einen besonderen Dienst getätigt haben, können zum Ritter geschlagen werden, ohne dass sie den traditionellen Werdegang eines Ritters durchlaufen hätten. Ein Ritter wird primär als guter Kämpfer betrachtet, sodass es nicht selbstverständlich ist, dass alle Söhne eines Lord automatisch Ritter werden.
Ritterschlag Jason Engle

Ein Mann wird zum Ritter geschlagen. ©Jason Engle

  • Zeremonie: Die Zeremonie kann einfach gehalten oder ausufernd zelebriert werden, aber fester Bestandteil ist das Niederknien vor dem Ritter und der so genannte Ritterschlag, bei dem der Ritter den Anwärter mit der flachen Seite des Schwerts auf beide Schultern tippt. Die Zeremonie wird für gewöhnlich begleitet von Ritualen des Glaubens an die Sieben wie etwa der Salbung.[1]

Siehe auchBearbeiten

Quellen Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Das Erbe von Winterfell, II-Bran I

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