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Norvos

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Norvos ist eine der neun Freien Städte. Sie liegt im Inneren des Kontinents Essos zwischen Pentos und Qohor. Die Norvoshi nennen ihre Stadt selber Groß-Norvos.[1]

GeographieBearbeiten

Norvos liegt am Ostufer der Noyne. Sie ist von zerklüfteten Kalksteinbergen und dichten Wäldern umgeben. Die Gebiete, die von der Stadt kontrolliert werden, reichen vom Westufer des Dunkelwassers im Osten bis zur Oberen Rhoyne im Westen. Flussgaleeren der Norvoshi beherrschen die Noyne bis hinunter nach Ny Sar. Auch erhebt Norvos Anspruch auf die Axt am Zitternden Meer, was allerdings oft zu blutigen Auseinandersetzungen mit den Ibbenesen führt.[1]

Die umliegende Gegend ist ein Land voller sanfter Hügel, Terrassenfeldern und Dörfern aus weißem Stuck.[2] Das Klima ist eher mild.

ArchitekturBearbeiten

Norvos FranzMiklis.png

Norvos von Franz Miklis ©FFG

Norvos besteht aus der Oberstadt auf einem Hügel und der Unterstadt am Fluss.[3] Die Oberstadt ist von einer Steinmauer umgeben und thront auf einer steilen Klippe. Ihr Mittelpunkt bildet die große Tempelfestung der Bärtigen Priester. Die Unterstadt breitet sich neunzig Meter darunter am Ufer des Flusses aus. Sie ist von Gräben und moosbewachsenen Palisaden umgeben. Die beiden Stadtteilen werden durch eine wuchtige Steintreppe, auch die Sünderstufen, verbunden.[1]

In Norvos gibt es drei markante Glocken, die das Leben in der Stadt regeln. Sie erinnern die Bewohner daran, wann sie aufstehen, schlafen, arbeiten und wann sie ruhen sollen.[1]

  • Noom: sie hat einen tiefen Klang, der durch Mark und Bein geht.[3]
  • Narah: sie klingt stolz und kräftig.[3]
  • Nyel: sie hat einen silbrig süßen Klang wie ein Lächeln.[3]

GeschichteBearbeiten

Dort wo sich heute Norvos erhebt lebten schon lange Menschen. Manche behaupten sie wären mit den Labyrinthbauern von Lorath verwandt gewesen, andere halten sie für Vettern der Menschen von Ib. Am wahrscheinlichsten ist aber, dass sie Andalen waren. Ihre Siedlungen haben jedoch nicht überlebt. Die Legenden erzählen von einem Angriff haariger Menschen, die die Menschen vom Ufer der Noyne vertrieben. Diese Eindringlingen sollen ihrerseits auf der Flucht vor dem sagenumwobenen Fürsten von Ny Sar, Garris dem Grauen, gewesen sein. Allerdings blieben die Rhoynar nicht lange, da sie das milde Wetter im Süden, dem kalten im Norden bevorzugten.[1]

Norvos wurde von einer Gruppe religiöser Abweichler aus Valyria gegründet, den Bärtigen Priestern. Seit seiner Gründung ist Groß-Norvos ein Gottesstaat und die Bärtigen Priester beherrschen diesen.[1]

Einst geriet Norvos in Konflikt mit dem sich ausdehnenden Reich von Qarlon dem Großen von Lorath. Die Norovshi wurden in zwei Feldschlachten besiegt und Qarlon belagerte die Stadt. Doch Norvos rief Valyria zu Hilfe. In Die Feuer des Freistaats steht geschrieben, dass sich hundert Drachen auf den Weg nach Norden machten und die Lorathi vernichteten. Unter den Toten war auch Qarlon selbst. Anschließend flogen die Drachenherren weiter und brachten Feuer und Tod über die Inseln von Lorath. Es heißt niemand habe die Feuersturm überlebt.[4]

Im Jahrhundert des Blutes versuchte Volantis, das sich als Erbin des Valyrischen Freistaats sah, alle anderen Freien Städte zu erobern. Zunächst hatten sie in Lys und Myr Erfolg, doch dann scheiterten sie bei dem Versuch, Tyrosh zu erobern, an einem Bündnis aus Pentos, Braavos, dem Sturmkönig und Aegon Targaryen. Auch Qohor und Norvos schlossen wenig später ein Bündnis und brachten Volantis' am Dolchsee eine Niederlage bei, als sie mit ihren Feuergaleeren die volantenische Flotte zerstörten.[5][6] Seit jener Zeit sind die beiden Städte häufiger verbündet als verfeindet, obwohl die Bärtigen Priester in der Schwarzen Ziege einen besonders bösen Dämon sehen.[7]

Bevölkerung Bearbeiten

Prozession Norvos bärtige Priester Bären John McCambridge.jpg

Ein Prozession mit Bärtigen Priestern und Bären zu Ehren des Heiligen Gottes von Norvos von John McCambridge ©Random House

Der alte Adel von Norvos lebt in der Oberstadt, die Armen drängen sich in den Kais, Bordellen und Bierhallen der Unterstadt. Reisende schildern die Oberstadt als düsteren, grauen Ort wohingegen die Unterstadt sehr viel lebendiger ist.[1]

Ein militanter Orden namens Bärtige Priester hat Norvos gegründet und beherrscht seitdem die Stadt. Der Name ihres Gottes wird nur Eingeweihten verraten und nach der Einführung in den Glauben ist es den Priester verboten sich zu scheren oder die Haare zu schneiden. Außenstehenden ist es unter Todesstrafe verboten ihren Tempel zu betreten. Auch trainieren sie Elitegardisten. Diese Gardisten schwören einen Eid auf ihre Verpflichtungen und betrachten sich selbst als verheiratet mit ihren unverwechselbaren Langäxten.[1] Das Gelübde legen Sie ab mit den Worten Diene, Gehorche, Beschütze

Die Stadt wird von einem Rat aus Magistern regiert, die vorbeiziehenden Khalasare Tribut zahlen. Die Mitglieder des Rates werden von der Gottheit der Bärtigen Priester ernannt, die durch die Priester spricht.[1]

Nur den Priestern ist es erlaubt einen Vollbart zu tragen. Frei geborene Norvoshi bevorzugen lange Schnauzbärte, während Sklaven geschoren werden. Auch die Frauen rasieren ihre Körperbehaarung ab, tragen aber Perücken, besonders zu gesellschaftlichen Anlässen.[1]

Bekannte Norvosi: Bearbeiten

Wirtschaft Bearbeiten

Exportgut aus Norvos sind edle Zierteppiche.[8]

Nahe der Stadtmauern betreiben die Norvoshi Landwirtschaft im Terrassebbau.[1]

Das Eichenholz aus Groß-Norvos wird für den Schiffsbau in Essos benutzt.[9]

Kultur Bearbeiten

Delikatessen aus Norvos sind der berühmte Winterkuchen, in dem Ingwer, Pinienkerne und Kirschen verarbeitet sind, sowie eine Speise namens "Nasha": fermentierte Ziegenmilch, mit Honig gesüßt und in einem Metallbecher dargereicht. Die wichtigste Feier scheint der jährliche Zug der so genannten "Bären" die "Sündertreppe" hinunter zu sein.[3]

Jüngste Ereignisse Bearbeiten

Band 1 - Die Herren von WinterfellBearbeiten

Nach der Hochzeit mit Daenerys Targaryen durchquert Drogos Khalasar die Hügel von Norvos auf dem Weg nach Vaes Dothrak.[2]

Band 2 - Das Erbe von Winterfell Bearbeiten

Der Handelskommandant Byan Votyris führt eine Karawane an, die auf dem Westlichen Markt von Vaes Dothrak Halt macht. Er überbringt Ser Jorah Mormont einen Brief von Illyrio Mopatis. Als Daenerys Targaryen auf dem Markt von einem Weinhändler fast vergiftet wird, übergibt er ihr die Waren des Händlers und bedauert, dass so ein Mann in seiner Karawane mitgefahren ist.[10]

Band 7 - Zeit der KrähenBearbeiten

Areo Hotah erzählt Doran Martell in den Wassergärten von seiner Herkunft und seiner Familie. Er denkt noch oft an diese Zeit zurück, obwohl er als Letztgeborener an die Bärtigen Priester verkauft worden ist.[3]

Siehe auch Bearbeiten

Quellen Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 Die Welt von Eis und Feuer, Jenseits des Königreichs der Abenddämmerung: Norvos
  2. 2,0 2,1 Die Herren von Winterfell, I-Daenerys III
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Zeit der Krähen, VII-Der Hauptmann der Wache (Areo)
  4. Die Welt von Eis und Feuer, Jenseits des Königreichs der Abenddämmerung: Lorath
  5. Der Sohn des Greifen, IX-Tyrion IV
  6. Die Welt von Eis und Feuer, Das Verhängnis von Valyria
  7. Die Welt von Eis und Feuer, Jenseits des Königreichs der Abenddämmerung: Qohor
  8. Die Herren von Winterfell, I-Eddard IV
  9. Der Sohn des Greifen, IX-Daenerys V
  10. Das Erbe von Winterfell, II-Daenerys II

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