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Ein Leibeigener (engl.: Thrall) ist an seinen Leibherrn gebunden. Der Leibherr hat die vollumfängliche Verfügungsgewalt über ihn. Diese Art der Knechtschaft findet man auf Westeros nur noch auf den Eiseninseln, sie ist aber zu unterscheiden von der Sklaverei.

Leibeigener EmileDenis

Leibeigener von Emile Denis ©FFG

Die Leibeigenen der Eisenmänner werden generell durch Zahlung des Eisernen Preises erworben, nicht aber mit Gold. Diese spezielle kulturelle Tradition und Sitte erlaubt den Eisenmännern an allem und jedem Eigentum durch Diebstahl zu erwerben. Sie werden allerdings nicht als Sklaven gehalten und werden auch nicht verkauft. Sie dürfen sogar Kinder haben, meist sind es Bastardkinder mit dem Leibherrn, und diese werden frei geboren, so lange sie dem Ertrunkenen Gott geweiht werden.[1]

Sie werden in der Landwirtschaft, im Bergbau und bei anderen Arbeiten eingesetzt, die die Eisenmänner für sich selbst als zu niedrig für freie Menschen ansehen. In Braavos ist die Leibeigenschaft und auch die Sklaverei verboten.[1]

GeschichteBearbeiten

Leibeigenschaft war in Westeros zur Zeit der der ersten Menschen bis zur Invasion der Andalen weit verbreitet.[1]

Lord Lymond Hohenturm führte in Altsass die Leibeigenschaft gerade lange genug wieder ein, um seine Stadtmauern von den in der Schlacht gefangen genommenen Eisenmännern in Schwerstarbeit verstärken zu lassen.[2]

Urron Graueisen und seine Nachkommen mussten sich mit einem halben Dutzend größerer Rebellionen befassen und mindestens zwei größeren Aufständen der Leibeigenen. Währenddessen ergriffen die Lords des Festlandes die Gelegenheit, sodass eine Besitzung nach der anderen in den Grünen Landen verloren ging.[3]

Harmund III. Hoffartt wurde nach dem Glauben an die Sieben von seinen Eltern, König Harmund II. Hoffartt und Königin Lelia Lennister, erzogen. Er entrüstete die Eisenmänner und die Ertrunkenen, da er das Plündern und das Nehmen von Salzweibern ächtete. Sogar die Leibeigenen stellten sich gegen ihn. Ein Ertrunkener namens Würger führte eine Rebellion an und Harmund wurde niedergeworfen und verstümmelt. Er verlor seine Augen, seine Zunge und seine Nase.[4]

Morgan Bannstein, der letzte Vermummte König aus dem Haus Bannstein benutzte im Zeitalter der Helden beim zwanzigjährigen Krieg gegen Loreon I. Lennister eine Armee von Leibeigenen. [5]

Im Laufe der Zeit jedoch wurde die Leibeigenschaft überall abgeschafft und nur noch auf den Eiseninseln praktiziert.

Lord Quellon Graufreud verbot die Leibeigenschaft und befreite alle Leibeigenen auf den Eiseninseln. Aber sein Sohn und Nachfolger Balon Graufreud widerrief dieses Verbot und führte die Leibeigenschaft wieder ein. [6]

Haus Dorsch soll von Leibeigenen und Salzweibern abstammen. Wegen diesem zweifelhaften Ruhm werden sie von den meisten Eisenmännern verachtet.[7] Das gleiche Damoklesschwert hängt über Haus Demut.[8]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 Die Welt von Eis und Feuer, Die Eiseninseln
  2. Die Welt von Eis und Feuer, Treibholzkronen
  3. Die Welt von Eis und Feuer, Die Eisenkönige
  4. Die Welt von Eis und Feuer, Das Schwarze Blut
  5. Die Welt von Eis und Feuer, Die Westlande
  6. Die Welt von Eis und Feuer, Der Alte und der Neue Weg
  7. Zeit der Krähen, VII-Die Tochter des Kraken (Asha)
  8. Zeit der Krähen, VII-Der Eiserne Kapitän (Victarion)

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