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Das Lied von Eis und Feuer Wiki

Die dunkle Königin - Kapitel 4 - Samwell I

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Zusammenfassung Bearbeiten

Samwell Tarly und seine Gruppe sind in Braavos angekommen, aber Maester Aemon geht es schlecht, weshalb sie die Überfahrt nach Altsass verpassen, obwohl sie dafür gezahlt haben. Nun sitzen sie in Braavos fest, und während Goldy immer noch viel weint, verbringt Dareon immer mehr Zeit ohne sie in den Freudenhäusern des Hafens. Aemon schickt Sam los, um dem Gerücht nachzugehen, dass es wieder lebendige Drachen gebe in der bekannten Welt, und nachdem dieser zufällig Arya Stark alias "Katz aus den Kanälen" trifft, findet er Dareon im Hafen der Glückseligkeit, wo er ein Freudenmädchen geheiratet hat.

SynopsisBearbeiten

Sam und seine Gruppe sitzen in Braavos festBearbeiten

Samwell Tarly, Goldy, Maester Aemon und Dareon haben nach einer kalten und stürmischen Überfahrt über die Meerenge Braavos erreicht. Da sich der Maester auf der Reise eine Lungenkrankheit eingefangen hat, beziehen sie in ihrem Quartier in einem Gasthaus zunächst das Zimmer mit dem größten Bett des Hauses, dass allerdings auch entsprechend viel kostet. Nach und nach war ihnen allerdings das Silber ausgegangen, und so zogen sie schließlich in die kleine und kalte Dachkammer, die mit einem Holzofen beheizt wird, wobei ihnen für das Holz allerdings auch bald schon das Geld fehlte, da Holz in Braavos sehr teuer ist.

Sam wartet nun wieder einmal auf Dareon, der sich nicht an ihre Vereinbarung hält, nach der er eigentlich bei Sonnenuntergang mit Essen und Wein zu ihnen zurückgekehrt sein sollte. Die Straßen der Geheimen Stadt, wie Braavos auch genannt wird, werden schon bald nur noch von Bravos und Kurtisanen bevölkert sein. Dareon hatte viele von ihnen kennengelernt in letzter Zeit. Er hatte bspw. eine Kurtisane namens Mondschatten am Mondteich kennengelernt, die ihm wegen seines Gesangs einen Kuss geschenkt hatte, und nun versucht er ständig, ein Lied über sie zu dichten. Sam war wütend darüber geworden, denn als er ihm gesagt hatte, er hätte besser um Silber gebeten, hatte Dareon verträumt erwidert, manche Küsse wären wertvoller als Gold. Jon Schnee hatte gehofft, er würde über die Nachtwache singen und so neue Rekruten an die Mauer bringen, doch nun singt er nur von Küssen und roten Lippen. Wenn Dareon bei ihnen ist, streiten sie oft, weil das Baby schreit, und sie schreien sich so lange an, bis Dareon schließlich hinausstürmt und tagelang nicht zurückkehrt. Sam hat Mitleid mit Goldy, die immer noch trauert, weil sie ihr Baby an der Schwarze Festung zurücklassen musste. Er gibt Jon Schnee die Schuld an ihrer Traurigkeit, aber Maester Aemon erklärt ihm, dass Jon als Lord Kommandant der Nachtwache eben auch scheinbar herzlose Entscheidungen treffen müsse.

Sam hört das allabendliche Grollen, als der Titan von Braavos die Nacht ankündigt. Das Baby wacht auf und Goldy gibt ihm die Brust, und auch Maester Aemon schlägt die Augen auf und fragt nach Ei. Seit der Ankunft in Braavos wird der Maester immer wirrer, hört Sätze in der Mitte auf oder redet mit seinem Vater oder seinem Bruder. Sam erklärt ihm zum wiederholten Mal, dass sie kein Holz haben und es deshalb so kalt sei, und dass der Gastwirt ihnen ohne Münzen nichts gebe. Sam hatte die letzten Silberhirsche der Gruppe für einen Heiler aus dem Haus der Roten Hände ausgegeben, aus Sorgen um Maester Aemon. Der Heiler überlässt ihnen aber lediglich eine Flasche Traumwein und sagt, er würde Aemons Sterben erleichtern, denn seine Jugend könne er ihm nicht zurückgeben. Nun redet Aemon wieder davon, zu den Schiffen hinuntergehen zu wollen. Sam vertröstet ihn auf den nächsten Tag. Immerhin herrscht trotz der Herbststürme immer noch reger Betrieb im Hafen, und wenn Aemon wieder zu Kräften kommt, werden sie keine Mühe haben, ein Schiff nach Altsass zu finden, wenngleich die Bezahlung viel schwieriger werden würde. Sam hofft, dass sie vielleicht einen Kapitän aus den Sieben Königslanden finden, der Mitleid mit ihnen hat. Aemon erzählt, dass er von Ei und seinem Ritter Ser Duncan geträumt hat und vom Federkiel und Krug in Altsass. Aemon will trotzdem zum Hafen gehen, um nach den Drachen zu fragen, denn Dareon hat von Gerüchten gehört, nach denen es wieder lebende Drachen auf der bekannten Welt geben solle. Sam sorgt sich, weil Aemon keinen Hunger mehr hat. Sie alle hatten nach Skagos nichts gegessen, bis sie Braavos erreicht hatten, aber im Gegensatz zu allen anderen hatte Aemon seither immer noch keinen Appetit entwickelt. Auch sauberes Wasser haben sie nicht. Sam hatte Goldy zum Süßwasserfluss geschickt, einem Aquädukt mit dem einzig sauberen Wasser in der Stadt, aber das Wildlingsmädchen hatte sich nicht zurechtgefunden und sich dann verlaufen, und Sam war froh gewesen, dass er sie überhaupt wiedergefunden hatte. Aemon trinkt ein wenig abgekochtes Kanalwasser, dann fragt er erneut, warum es so kalt ist und will zum Hafen gehen.

Sam weiß, dass Aemon eine weitere Überfahrt nicht überleben würde, denn er ist viel zu schwach. Am Violetten Hafen im Norden der Stadt liegen die Handelsgaleeren der Braavosi unter den Kuppeln und Türmchen des Seeherrenpalastes, wohingegen die Schiffe der anderen Völker aus Westeros und Essos im Lumpensammlerhafen liegen. Aemon schickt Sam alleine los, damit er Neuigkeiten über die Drachen in Erfahrung bringen kann. Sam erschrickt über den Vorschlag, denn er spricht nur wenig Hochvalyrisch. Aemon drängt ihn, weil ihm klar geworden ist, dass er es nie bis nach Altsass schaffen wird und er seine Brüder[1] bald wiedersehen werde. Auch seinen Vater Maekar I. Targaryen werde er dann wiedersehen, der nie daran geglaubt hatte, den Eisernen Thron zu besteigen. Später war er der Meinung gewesen, der Thron sei die Bestrafung dafür, dass er seinen Bruder Baelor Targaryen erschlagen hatte. Sam bemerkt, dass Aemon Angst vor dem Tod hat, und er behauptet, dass er sich immer noch an Drachen erinnern könne dank seiner Träume, auch wenn der letzte Drache vor seiner Zeit gestorben ist[2]. Er sagt, es sei ein Fehler gewesen, die Mauer zu verlassen, aber nun sei es zu spät. Erneut schickt er Sam an den Hafen und bittet ihn, ihm diesen letzten Wunsch zu erfüllen.

Sam geht zum Lumpensammlerhafen und trifft AryaBearbeiten

Sam weist Goldy an, die Tür hinter ihm zu verschließen und geht los, um zunächst einmal Dareon zu suchen. Er schreitet die Holztreppe hinunter und nimmt den Ausgang, bei dem er nicht durch den Schankraum laufen muss, weil er dem mürrischen Blick des Gastwirts aus dem Weg gehen will. Draußen ist es weniger nebelig als befürchtet und Sam schlägt den Weg zum Lumpensammlerhafen ein. Sam wählt dunkle und kleine Gassen, trotzdem erschrickt er bei jeder Katze, die ihm begegnet. Er fürchtet, Dareon könnte etwas zugestoßen sein, denn die Bravos sind aufbrausende stolze junge Männer, und Dareon hat ein loses Mundwerk, gerade wenn er betrunken ist. Sam beginnt seine Suche im Gasthaus "Zum Grünen Aal", im "Schwarzen Kahnführer" und bei Moroggo, doch vergeblich. Vor dem "Nebelhaus" liegen einige Schlangenboote, doch als Sam dort nach Dareon fragt, verstehen sie ihn nicht. Er sucht weiter im "Haus der Sieben Lampen", im "Wirtshaus zum Verbannten" und der "Katzenherberge", doch auch hier ist er nicht. Als er aus dem Bordell herausstolpert, läuft er zwei Männern in die Arme, einer hell, der andere dunkel gekleidet. In den Sieben Königslanden kleiden sich Adlige in Samt und Seide in hundert verschiedenen Farben, während Bauern und gemeines Volk ungefärbte Wolle und dunkelbraune grobe Stoffe tragen. In Braavos ist es genau anders herum: die Bravos laufen bunt wie die Pfauen herum und fuchteln mit ihren Schwertern herum, während die Mächtigen sich in Dunkelgrau und Violett kleideten, in Blautöne, die man kaum von Schwarz unterscheiden kann, und in Schwarz so dunkel wie eine mondlose Nacht.

Der blonde Bravo namens Orbelo erklärt, dass sein Freund Terro gesagt habe, dass Sam so fett sei, dass ihm übel werde, außerdem würde ihm das Schwertrasseln auf die Nerven gehen und Sam würde sich obendrein zu edel kleiden, obwohl das nicht seinem Stand entspräche. Ein Mädchen mit einem Handkarren voller Seegras und mit frechem Mundwerk mischt sich ein und erklärt, dass Sam kein Adeliger, sondern ein Mann der Nachtwache aus Westeros sei. Ein weiterer würde sich im Hafen der Glückseligkeit aufhalten, wo er Lieder singt. Es ist Arya Stark, die als "Katz in den Kanälen" Muscheln verkauft. Zu Sam gewandt sagt sie, dass er auf die Frage, wer die schönste Frau der Welt sei, stets mit "Die Nachtigall" antworten solle, dann bietet sie ihm Klaffmuscheln an, doch Sam hat kein Geld. Orbelo fordert Sam auf, ihnen seinen Mantel zu geben, doch Arya sagt, das würde sie nicht tun, woraufhin Orbelo dem Mädchen droht. Arya zückt ein dünnes Messer, die beiden kichern und verschwinden. Arya erklärt Sam, dass wenn er sein Schwert so offen zur Schau stellt, die Bravos das wie eine Herausforderung sehen würden. Arya schenkt Sam die letzten Klaffmuscheln und fragt, ob er zur Mauer unterwegs sei. Arya stellt sich als Katz vor, die eine Waise eines Rudermeisters von einem Schiff namens Nymeria sei und nun für Brusco Muscheln verkaufe. Als Sam erzählt, dass sie eine Überfahrt mit der Dame Ushanora bezahlt hätten, erklärt Arya, dass die schon vor Tagen ausgelaufen ist, was Sam aber natürlich schon weiß. Der Kapitän des Schiffs hatte drei Tage darauf gewartet, dass es Maester Aemon wieder besser gehe, doch dann hatte er entschieden, ohne sie loszufahren, da er auch nicht wollte, dass der Maester auf seinem Schiff stirbt. Am Schlimmsten war, dass er sich geweigert hatte, ihnen das Geld zurückzugeben. Nun erzählt Arya, dass der Sänger im Hafen der Glückseligkeit gegenüber des Mimenschiffs sei und dabei sei, das Seemannsweib zu heiraten.

Sam findet Dareon im Hafen der GlückseligkeitBearbeiten

Sam verabschiedet sich augenblicklich und läuft zum Hafen der Glückseligkeit. Als er hereinplatzt, fällt ihm eine einäugige Hure namens Yna um den Hals und lässt nicht locker, bis Dareon Sam bemerkt und ihm zu Hilfe kommt. Dareon ist betrunken und will Sam seine neue Braut vorstellen, während in der Ecke ein Seemann aus Tyrosh schnarcht und an einem Tisch eine Frau mit einem Mann von den Sommerinseln ein Spiel spielt. Sam ist sauer und herrscht Dareon an, dass er einen Eidbruch begangen habe, der aber verweist nur auf Mulwarft und verharmlost das Ganze. Als Sam sich nicht beruhigen lässt, wird Dareon frech und er schickt Sam fort, da er seine Hochzeitsnacht vor sich habe. Dann reißt er sich den Mantel vom Leib und schleudert ihn Sam ins Gesicht, wobei er sagt, dass er fertig sei mit der Nachtwache.

Sam wird so wütend, dass er Dareon ins Gesicht schlägt, sich auf ihn wirft und weiter auf ihn einschlägt. Dann versucht ihn jemand von Dareon herunterzuzerren, und als Sam auch nach ihm schlägt, trifft ihn etwas Hartes am Kopf und als nächstes fliegt er in den Kanal. Seine Kleidung tränkt sich mit Wasser, und er versinkt im Kanal, bis in ein Mann von den Sommerinseln aus dem Wasser fischt. Der Mann stellt sich als Xhondo Dhoru vor, Maat auf der Zimtwind, und er schimpft, weil die Federn seines Mantels beim Sprung ins Wasser Schaden genommen haben. Er erzählt, dass er im Hafen der Glückseligkeit lachen musste, als Sam Dareon geschlagen hat, und dass er von den Drachen wisse.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

Siehe auchBearbeiten

Einzelnachweise & AnmerkungenBearbeiten

  1. Das sind Daeron TargaryenAerion Targaryen und Aegon V. Targaryen.
  2. Der letzte Drache starb während der Regierungszeit von König Aegon III. Targaryen‚ der im Jahr 157 n. A. E. starb.

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