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Die Königin der Drachen - Kapitel 5 - Arya II

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Zusammenfassung Bearbeiten

Arya Stark erfährt mehr über Thoros von Myr und Edric Dayn, aber als der Rote Priester in den Flammen sieht, dass Schnellwasser von den Lennisters angegriffen werden wird, flieht sie vor der Bruderschaft ohne Banner, wird dann aber von Sandor Clegane gefangen genommen.

Synopsis Bearbeiten

Thoros erzählt Arya seine GeschichteBearbeiten

Arya Stark sieht in der Ferne einen Hügel, den sie bereits kennt: es ist Hochherz. Bei Sonnenuntergang schlagen sie ihr Lager auf dem Hügel auf. Arya und Edric Dayn klettern einen der Wehrholzstümpfe hinauf und schauen den letzten Sonnenstrahlen des Tages zu. Der Wind bläst stark, und kurz scheint es ihr, als würde jemand an ihrem Mantel ziehen, aber dort ist niemand. Ein großes Lagerfeuer wird entzündet, und Thoros von Myr setzt sich im Schneidersitz davor und starrt in die Flammen. Arya, Gendry und Edric Sturm schauen Thoros dabei zu. Edric behauptet, Thoros würde manchmal Dinge darin sehen, die die Zukunft oder die Vergangenheit betreffen, aber an diesem Tag sieht er nichts, da der Herr des Lichts ihm an diesem Ort anscheinend keine Einblicke gewähren will.[1] Gendry sagt, sein Meister Tobho Mott habe immer gesagt, Thoros sei ein Saufbold und Betrüger, und Thoros sagt dass das nicht freundlich, aber wahr gewesen ist. Er erzählt, dass er der jüngste von acht Kindern war, und dass er zu einem Roten Tempel gebracht worden sei. Freiwillig wäre er nie dorthin gegangen, und die Gebete und Zaubersprüche habe er nur aufgesagt, aber gleichzeitig die Küche geplündert und mit Frauen geschlafen. Allerdigs habe er eine Begabung für Sprachen gehabt, und er entdeckte, dass er von Zeit zu Zeit Dinge in den Flammen sehen konnte. Trotzdem war er eine Last für den Roten Tempel und so schickte man ihn nach Westeros, um in Königsmund für den Herrn des Lichts zu werben. Aerys II. Targaryen hatte zwar eine besondere Vorliebe für Feuer, aber die Gilde der Alchemisten hatte bessere Tricks als er selbst, und so konnte er den König nicht vom Glauben an die Sieben abbringen. König Robert Baratheon hingegen mochte Thoros immerhin: bei seinem ersten Buhurt warf Ser Kevan Lennisters Pferd diesen wegen Thoros' flammenden Schwert ab, und der König bog sich vor Lachen. Beric Dondarrion erscheint hinter ihnen und sagt, dass Feuer alles fresse und letztlich verzehre, bis nichts mehr da ist, und dass sechs Mal viel zu viel sei. Dann wendet er sich wieder ab.

Der Geist von Hochherz berichtet von weiteren TräumenBearbeiten

Kerbe, Anguy und Merrit übernehmen die Wache, während in der Ferne ein Rudel Wölfe heult. Spät in der Nacht sieht Arya, wie der Geist von Hochherz in das Lager kommt und sich zu Lord Beric, Zit und Thoros setzt. Sie begrüßt die drei Männer: Thoros nennt sie "die Glut", Zit "die Zitrone" und Beric den "Lord der Leichen". Sie verlangt Wein, einen echten Kuss von Zit (den sie nicht bekommt) und ein Lied von Tom und berichtet dann von ihren neuesten Träumen: König Balon Graufreud ist tot, und seine Männer bekämpfen sich gegenseitig; Lord Hoster Tully ist ebenfalls tot. Sie hat auch von einer Ziege geträumt, die fiebernd und allein in der Halle der Könige sitzt und über die ein großer Hund herfällt[2]. Dann hatte sie einen Traum von einem Wolf, der im Regen heult, dessen Kummer aber niemand hört. Sie hörte lauten Lärm und Musik und Geschrei, aber das traurigste Geräusch kam von kleinen Glöckchen.[3] Sie träumte von einer Jungfrau auf einem Fest, in deren Haar eine purpurne Schlange sitzt, der Gift aus den Zähnen trieft[4], und später träumte sie wieder von dieser Jungfrau, die einen wilden Riesen in einer Burg aus Schnee erschlägt[5].

Plötzlich dreht die alte Frau sich zu Arya um und sagt ihr, sie solle herbeikommen und sich nicht weiter verstecken. Sie betrachtet Arya und sagt, sie sei derjenige, der hier nach Blut rieche, und sie sagt, Arya sei grausam, auf ihren Hügel zu kommen, denn sie habe in Sommerhall schon genug Unheil erlitten[6], dann schickt sie sie fort. Die alte Frau zittert vor Angst. Als Lord Beric der alten Frau erzählt, dass sie Arya nach Schnellwasser zu ihrer Mutter Catelyn Tully bringen werden, widerspricht sie und sagt, dass die Mutter bei den Zwillingen sei und einer Hochzeit beiwohnen werde. Sie verhöhnt Thoros als "rosa Priester" und behauptet, er könne hier auf Hochherz nichts in seinen Flammen sehen, weil die Kraft der Alten Götter immer noch stark sei, wenn auch geschwächt und geschrumpft. Die Bäume jedoch würden sich an die Flammen der Ersten Menschen erinnern und an deren Flammen. Zum Abschluss trinkt sie den Weinschlauch in einem Zug leer und verlangt als Lohn das ihr versprochene Lied über "ihre" Jenne. Zit weckt Tom und der spielt ein Lied, dass von einer Jenne handelt, und das die alte Frau mitsingt und dabei weint. Arya fragt, was sie damit gemeint hat, dass ihre Mutter auf den Zwillingen sein soll, und Thoros erklärt ihr, dass sie sie so oder so finden werden. Kurz darauf fängt es an zu regnen und ein Gewitter geht auf sie nieder, und die alte Frau verschwindet genauso plötzlich wie sie erschienen ist.

Arya unterhält sich mit Edric DaynBearbeiten

Es regnet die ganze Nacht, und am nächsten Morgen sind Edric, Zit und Watty erkältet. Auf Kerbes Rat hin reiten sie einen halben Tag gen Norden, um dort in einem verlassenen Dorf Unterschlupf zu finden. Sie reiten durch Wälder und Felder und angeschwollene Flüsse, und bald husten auch Merrit und Mugel. Arya unterhält sich mit Edric, den sie mag. Er erzählt ihr, dass er Lord Berics Page geworden sei, als er sich mit seiner Tante Allyria Dayn verlobt habe. Damals war er sieben Jahre alt gewesen, und mit zehn machte Beric ihn zum Knappen. Jetzt ist er zwölf. Als Arya ihn fragt, ob er schon einmal jemanden getötet habe, erschrickt Edric. Er erzählt weiterhin, dass er schon bei einigen Schlachten dabei gewesen sei, bspw. bei der Schlacht bei der Mummersfurt, wo Lord Beric in den Fluss fiel und Edric ihn hinausgezogen hat. Dann habe er sich mit einem Schwert vor ihn gestellt, musste aber nicht kämpfen, weil eine Lanze aus ihm herausragte und ihn keiner mehr angriff. Schließlich habe der Grüne Gergen ihm geholfen, Lord Beric wieder auf sein Pferd zu setzen. Arya muss an die Männer denken, die sie schon getötet hat: den Stallburschen in Königsmund, die Wache auf Harrenhal und Ser Amory Lorchs Männer in dem Bergfried in der Stadt am Götterauge. Außerdem waren da ja noch Chiswyck, Wies und die Männer, die durch die Wieselsuppe umgekommen waren. Plötzlich wird sie traurig. Sie erzählt Edric, dass ihr Vater auch Ned geheißen hat, und Edric erzählt ihr, dass er ihn beim Turnier der Hand gesehen habe. Er kann sich auch an Ser Loras Tyrell erinnern, wie er Sansa Stark eine Rose geschenkt hat. Dann fragt Edric nach Jon Schnee und erzählt, dass er sein Milchbruder sei: Edrics Mutter habe keine Milch gehabt, also habe eine Frau namens Wylla in gesäugt, und sie sei auch die Mutter von Jon gewesen. Als Arya misstrauisch wird und behauptet, selbst Jon wisse nicht, wer seine Mutter ist, wiederholt Edric das Gesagte und schwört es bei der Ehre seines Hauses und als Lord von Sternfall. Gendry, der hinter ihnen reitet, macht sich über die ganzen Lords und Ladys lustig, und Arya bewirft ihn mit einem faulen Apfel. Arya überlegt, ob sie Jon diese Neuigkeit vielleicht mit einem Brief von Schnellwasser aus mitteilen könnte. Sie sagt, sie könne sich an einen Arthur Dayn erinnern, und Edric sagt, sein Vater sei dessen älterer Bruder gewesen. Außerdem gab es noch seine Tante, Lady Ashara Dayn, die sich aber schon vor seiner Geburt vom Blaustein-Schwert gestürzt habe. Als Arya fragt, warum sie das getan habe, schaut er sie argwöhnisch an und fragt, ob ihr Vater ihr nie von Ashara erzählt habe. Edric erzählt, wie Ashara Eddard und seine Brüder beim Turnier von Harrenhal kennengelernt habe, und dass Aryas Vater ihr das Herz gebrochen habe. Arya wird wütend und sagt, ihr Vater sei ein ehrenwerter Mann gewesen und ihre Mutter sei die Einzige gewesen, die er geliebt habe. Als Gendry von hinten einwirft, dass der Bastard dann wohl gefunden worden sein muss, wird sie noch wütender und sagt ihm, er solle zurück nach Steinsepte gehen und die Glocken des Mädchens dort läuten. Gendry hingegen beschwert sich darüber, dass er nicht einmal wüßte, wer sein Vater sei und dass es keine Rolle spielt, zu wem sich Aryas Vater ins Bett gelegt habe, da er schon tot sei.

Arya hat genug gehört und reitet verärgert an die Spitze der Kolonne, wo sie Anguy trifft. Als Anguy Edric allerdings verteidigt, reitet sie ein Stück querfeldein, bis Harwin zu ihr aufschließt. Er erzählt ihr, dass er die Geschichte von Eddard Stark und Ashara Dayn schon vor langer Zeit auf Winterfell gehört habe und dass er bezweifelt, dass etwas Wahres daran sei. Außerdem spiele es keine Rolle, denn damals sei Aryas Onkel Brandon mit ihrer Mutter verlobt gewesen, und somit wäre die Ehre ihres Vaters unbefleckt. Auch denkt er, dass sie sich vor Trauer um den Tod ihres Bruder Ser Arthur Dayn umgebracht habe. Er wendet Aryas Pferd und führt sie zurück zur Kolonne.

Arya flieht vor der BruderschaftBearbeiten

Schließlich erreichen sie das Dorf, an das sich Kerbe erinnert hat und finden Unterschlupf in einem Stall. Das Dorf ist seit langer Zeit schon verlassen. Kerbe erzählt, dass Lord Hoster Tully das Dorf niederbrennen ließ während Roberts Rebellion, da sich der Grundherr Lord Gotbrook König Aerys II. Targaryen die Treue gehalten hatte. Erst nach der Schlacht am Trident hat der Sohn des alten Lords Friede mit Robert und Hoster geschlossen. Gendry wirft Arya einen seltsamen Blick zu und verschwindet, um sein Pferd zu striegeln. Die Männer zünden ein Feuer an. Thoros setzt sich vor das Feuer und starrt hinein, und Arya beobachtet ihn ganz genau. Tom erzählt, dass Lysa Tully ihn einst aus Hohenehr geschmissen habe, die Mondmänner ihn dann ausgeraubt und er nackt vor dem Mondtor gestanden habe. Die Ritter dort haben ihn trotzdem noch den Namenstagjungen und Der König ohne Mut singen lassen, bevor sie ihn hineinließen. Plötzlich schreckt Thoros auf und ruft "Lennisters", und er berät sich sofort mit Lord Beric, Zit und Tom, wobei sie einige Male zu Arya hinüberschauen. Schließlich ruft Beric sie zu sich und Thoros erklärt ihr, dass Schnellwasser bald von Lennisters angegriffen werden wird. Wütend wirft Arya Zit und Tom vor, dass sie längst in Schnellwasser wäre, wenn sie sie nicht gefangen genommen hätten, doch Beric ignoriert ihren Wutausbruch und fragt sie, ob Ser Brynden Tully sie erkennen würde, was Arya aber verneinen muss. Beric plant trotzdem, Arya nach Schnellwasser zu bringen, vorher aber Kundschafter auszusenden, um herauszufinden, wo sich Truppen der Starks und Lennisters befinden, um nicht in Schnellwasser überrascht zu werden. Dazu will er nach Eichelhall gehen, um sich dort eine Zeitlang zu verstecken.

Arya kann das alles plötzlich nicht mehr aushalten und hat genug davon, nicht nach Hause zu können, und sie rennt zur Tür, entgeht Harwins Händen und läuft hinaus in den Regen und geradewegs in die Nacht hinein. Nach nicht einmal 50 Schritten duckt sie sich hinter eine Mauer, und eine gepanzerte Hand greift fest nach ihr. Zunächst denkt sie, es sei eine der Wachen, doch dann gibt sich Sandor Clegane zu erkennen. Er hebt sie mit einem Arm hoch und trägt sie zu seinem Pferd.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

Siehe auchBearbeiten

Einzelnachweise & AnmerkungenBearbeiten

  1. Vermutlich haben die Wehrholzbäume‚ auch wenn sie abgeholzt wurden, immer noch Kraft an dem Ort, wie der Geist von Hochherz später bestätigt (siehe unten).
  2. Spoiler zeigen
    Die "Ziege" Vargo Hoat hält tatsächlich Harrenhal, als Ser Gregor Clegane über ihn herfällt, während er fiebert, weil Brienne von Tarth ihm ein Stück Ohr abgebissen hat‚ siehe: VI-Jaime II.
  3. Spoiler zeigen
    Beides bezieht sich auf die Rote Hochzeit‚ und mit Glöckchen ist der Hofnarr Aegon Frey gemeint, siehe: VI-Catelyn III.
  4. Spoiler zeigen
    Die Jungfrau ist Sansa Stark‚ die auf König Joffrey Baratheons Hochzeit einen Haarreif mit Gift trägt, siehe: VI-Sansa II.
  5. Spoiler zeigen
    Sansa Stark zerstört auf Hohenehr Robert Arryns Puppe, siehe: VI-Sansa IV.
  6. Spoiler zeigen
    Sie passt auf die Beschreibung der Waldhexe, die laut Barristan Selmy bei der Tragödie von Sommerhall verbrannt ist‚ siehe: IX-Daenerys IV.

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