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Die Herren von Winterfell - Kapitel 1 - Bran I

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ZusammenfassungBearbeiten

Lord Eddard Stark spricht Recht über einen Deserteur der Nachtwache und vollstreckt das Todesurteil an Ort und Stelle. Jon Schnee findet auf dem Rückweg nach Winterfell sechs Schattenwolfwelpen: die fünf Stark-Kinder nehmen je einen der Wölfe an sich, und für Jon bleibt ein Albino-Welpen übrig.

SynopsisBearbeiten

Gared wird exekutiertBearbeiten

Im neunten Jahr des aktuellen Sommers[1] darf der siebenjährige Brandon Stark zum ersten Mal mit seinem Vater Lord Eddard Stark aus Winterfell ausreiten, um über einen verwilderten Mann zu richten, den man an einer kleinen Festung in den Bergen aufgegriffen hat. 20 Wachen von Winterfell begleiten sie. Brans älterer Bruder Robb Stark geht davon aus, dass es sich bei dem Mann um einen Wildling handelt, der einen Schwur auf Manke Rayder abgelegt hat, den neuen König-jenseits-der-Mauer. Die Alte Nan, Brans Amme, hatte ihm oft düstere Geschichten über die Wildlinge erzählt.

Als sie die kleine Festung erreichen, wird ihnen ein alter und knochiger Mann vorgeführt, der die schwarzen Kleider der Männer der Nachtwache trägt, wenn auch äußerst zerlumpt und dreckig. Er hat beide Ohren und einen Finger an den Frost verloren.[2] Lord Eddard verhört den Mann kurz, dann zerren ihn zwei seiner Männer[3] zu einem Baumstumpf und Theon Graufreud reicht Eddard sein valyrisches Ahnenschwert Eis. Eddard übergibt seine Handschuhe Jory Cassel, dem Hauptmann seiner Leibgarde, dann spricht er den Richterspruch im Namen König Robert Baratheons und hebt das Schwert. Jon Schnee, Brans Halbbruder, rät dem Jungen, sein Pony gut festzuhalten und nicht wegzuschauen, denn das würde sein Vater bemerken. Lord Eddard schlägt dem Deserteur mit nur einem Hieb den Kopf ab, und ein Schwall Blut ergießt sich auf dem weißen Schnee. Der Kopf rollt bis vor Theons Füße, der dies amüsant findet und den Kopf wegtritt. Jon flucht leise über Theon und lobt Bran dafür, dass er nicht weggesehen habe.

Auf dem Weg zurück nach Winterfell unterhalten sich Jon und Robb über den Hingerichteten. Robb ist der Meinung, dass er tapfer gestorben sei, doch Jon ist aufgefallen, dass er voller Furcht war, was man an seinen Augen habe sehen können. Robb hat offenbar keine Lust auf eine derartige Diskussion, denn er schlägt unvermittelt vor, bis zur nächsten Brücke um die Wette zu reiten. Jon reagiert blitzschnell und hat schon einigen Vorsprung, ehe Robb mit seinem Pferd hinterherjagt.

Bran und sein Pony bleiben mit dem Rest der Gruppe zurück, denn er weiß, dass er nicht mithalten könnte. In Gedanken versunken merkt Bran nicht, dass sein Vater zu ihm aufschließt. Er fragt Bran freundlich, was er von dem Deserteur gehalten habe, und Bran fragt sich, ob man auch tapfer sein könne, wenn man sich fürchte. Sein Vater erklärt, dass genau das die einzige Möglichkeit sei, um wahre Tapferkeit zu beweisen, dann erklärt er Bran, warum er selbst die Exekution durchgeführt habe. Bran denkt immer noch, der Mann sei ein Wildling gewesen, aber Eddard korrigiert ihn, dass es sich um einen Deserteur der Nachtwache gehandelt habe, und dass diese Männer besonders gefährlich seien, da sie wüssten, dass ihr Leben verwirkt sei. Er erklärt ihm außerdem, dass die Ersten Menschen, von denen die Nordmänner und somit auch die Starks abstammen, glaubten, dass derjenige, der ein Todesurteil fällt, dieses auch vollstrecken solle, weil man es dem Verurteilten schuldig sei, ihm in die Augen zu sehen und sich seine letzten Worte anzuhören. Eddard mahnt Bran, dass er niemals Freude daran finden solle, Menschen zu verurteilen, und dass ein König, der sich hinter einem Henker versteckt, sich zu sehr an das Verhängen von Todesurteilen gewöhnen könnte.

Die Gruppe findet die SchattenwölfeBearbeiten

Schattenwolf Robb Jon Bran Theon Eddard MarkEvans.jpg

Die Gruppe findet die verendete Schattenwölfin und ihre Welpen.
Von Mark Evans ©FFG

Plötzlich erscheint Jon auf der Hügelkuppe vor ihnen und ruft sie aufgeregt zu sich, da Robb etwas gefunden habe. Sie finden Robb am Flussufer nördlich der Brücke. Er steht knietief im Neuschnee und hält etwas Kleines im Arm. Theon und Jory sind als Erste bei Robb und Jon. Beide erschrecken, als sie eine riesige Wölfin entdecken, die in Robbs Nähe liegt, und sowohl Theon als auch Jory ziehen sofort ihre Schwerter, doch Robb beruhigt sie: das große Tier ist zwar eine Schattenwölfin, aber sie ist tot. Bran ist nun auch bei seinem Bruder und erkennt, dass der Kadaver so groß ist wie ein kleines Pony und doppelt so groß wie der größte Jagdhund auf Winterfell. Theon erwidert ungläubig, dass seit 200 Jahren kein Schattenwolf mehr südlich der Mauer gesichtet worden sei.

Jetzt erst bemerkt Bran ein Welpen in Robbs Armen, und freudig streichelt er das Wolfsjunge. Jon tritt auf Bran zu und überreicht ihm ein weiteres Welpen. Jon erklärt, dass sie insgesamt fünf Welpen gefunden haben. Hullen der Stallmeister murmelt düster, dass es ihm nicht gefalle, dass nach so langer Zeit wieder Schattenwölfe südlich der Mauer umherstreiften, und Jory pflichtet ihm bei. Eddard beruhigt die beiden, dann untersucht er den Kadaver. Robb hat bereits entdeckt, dass der Wölfin etwas im Hals steckt, woran sie vermutlich gestorben sei. Eddard zieht der Wölfin ein Stück Hirschgeweih aus dem Hals und zeigt es der Gruppe, woraufhin sich Schweigen ausbreitet, da die meisten Männer es für ein schlechtes Omen halten.[4] Eddard bricht das Schweigen schließlich und wundert sich, dass das Tier noch lange genug leben konnte, um zu werfen, woraufhin Jory erneut seine Bedenken äußert. Er habe widernatürliche Geschichten gehört, und einige Männer der Gruppe stimmen ihm zu. Hullen und Theon wollen die Welpen schnell töten. Bran schreit auf, und auch Robb weist Theon an, sein Schwert wieder einzustecken. Er erklärt, sie würden die Welpen behalten, woraufhin Harwin protestiert. Eddard pflichtet ihm bei, aber Robb beharrt auf seiner Idee. Er erinnert Eddard daran, dass einer von Ser Rodrik Cassels Hündinnen erst kürzlich einen sehr kleinen Wurf geboren habe und dadurch überschüssige Milch für die Welpen vorhanden sei.

Da meldet sich Jon zu Wort: er macht Eddard höflich darauf aufmerksam, dass es genau so viele männliche und weibliche Welpen gebe wie es auch Stark-Kinder gebe. Er ist der Meinung, dass die Welpen für Eddards Kinder bestimmt seien. Bran versteht sofort, dass Jon sich selbst als Bastard nicht mitgezählt hat, damit die Rechnung aufgeht. Als Eddard Jon fragt, ob er keinen Welpen wolle, erwidert dieser, dass er kein Stark sei. Robb und Bran verkünden, dass sie die Welpen selbst großziehen werden. Eddard stellt die Bedingung, dass sie die Tiere wirklich alleine abrichten müssen und keinerlei Hilfe von Dienern von Winterfell annehmen dürfen. Dann weist Eddard Jory und Desmond an, die übrigen Schattenwolfwelpen einzusammeln, um zurück nach Winterfell zu reiten.

Gerade als die Gruppe losziehen will, hört Jon ein sechstes Welpen. Er findet etwas abseits ein Albinotier mit bereits geöffneten roten Augen. Theon bemerkt spöttisch, dass dieser Albino noch schneller sterben werde als die anderen, woraufhin Jon ihm einen langen kalten Blick zuwirft und das sechste Welpen für sich beansprucht.[5]

Handelnde & erwähnte PersonenBearbeiten

Handelnde Personen:

Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & BegriffeBearbeiten

Orte:

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Siehe auchBearbeiten

Einzelnachweise & AnmerkungenBearbeiten

  1. Die Jahreszeiten in der Welt von Das Lied von Eis und Feuer dauern im Gegensatz zu unseren oft mehrere Jahre an; der Grund hierfür, falls es einen gibt, wurde bisher noch nicht erklärt.
  2. Weshalb es höchstwahrscheinlich Gared ist, siehe: I-Prolog.
  3. Dies sind Tomard und Desmond, siehe: II-Jon V
  4. Es sind die Wappentiere der mächtigen Häuser Stark (Schattenwolf) und Baratheon (Hirsch). Dieses böse Omen wird später tatsächlich so in Erfüllung gehen, wenn das Haus Stark ausstirbt und nur die Kinder überleben.
  5. Diese Welpen werden später die Namen Geist (Jon), Grauwind (Robb), Lady (Sansa), Nymeria (Arya), Sommer (Bran) und Struppel (Rickon) erhalten.

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