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Der Thron der Sieben Königreiche - Kapitel 26 - Arya VI

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ZusammenfassungBearbeiten

Nach acht Tagen verlassen die Männer von Ser Gregor Clegane das Dorf, wo Arya Stark, Gendry und Heiße Pastete gefangen genommen wurden. An jedem Tag wird einer von ihnen vom Kitzler gefoltert, damit er Informationen erhält über verstecktes Essen oder den Verbleib von Lord Beric Dondarrion. Dann marschieren sie nach Harrenhal, wo Lord Tywin Lennister sein Quartier aufgeschlagen hat. Nachdem sich Arya darüber beschwert, in der Küche arbeiten zu müssen, kommt sie stattdessen unter das Kommando von Wies.

SynopsisBearbeiten

Aryas Weg nach HarrenhalBearbeiten

Angst ist zu Arya Starks täglichem Begleiter geworden, seit sie in einer Gruppe Gefangener von Ser Gregor Clegane eine steinige Straße entlanggehen muss. Es ist eine Angst, die sie nicht gekannt hat, bis zu den Tagen in dem Steinhaus im Dorf am Ufer des Götterauges. Sie bleiben acht Tage in diesem Dorf, bevor sie auf Cleganes Befehl hin aufbrechen, und an jedem Tag hat Arya jemanden sterben sehen. Jeden Tag kommt der Reitende Berg am Morgen in das Lagerhaus am Göttersee, um einen Gefangenen auszusuchen, den er verhören lässt. Die Dorfbewohner wagen es nicht, ihn anzusehen, weil sie dann das Gefühl haben, dass ihnen nichts passieren kann, aber Clegane wählt einfach denjenigen aus, der ihm in den Sinn kommt. Eines der Mädchen hatte in drei aufeinanderfolgenden Nächten mit einem der Soldaten geschlafen, und am vierten Tag wählt Clegane sie trotzdem aus, ohne dass der Soldat etwas sagt. Am fünften Tag wählt er einen freundlichen alten Mann, der die Kleider der Soldaten geflickt hatte und so oft betont hatte, dass sein Sohn in der Stadtwache von Königsmund diene und seine ganze Familie für Joffrey Baratheon sei, dass er schon Alle-für-Joffrey genannt wurde. Dann hatte es eine pockennarbige junge Mutter gegeben, die versprochen hatte, alles zu verraten, wenn ihrer Tochter nichts zustoße. Einen Tag nach ihrem Verhör hatten sie dennoch ihre Tochter abgeholt, um sicher zu gehen, dass sie nicht gelogen hat. Die Verhöre laufen immer vor den Augen der Gefangenen ab, damit alle sehen können, was mit Verrätern passiert. Der gewöhnlich aussehende Mann, der die Verhöre durchführt, wird Der Kitzler genannt. Er wird unterstützt von Chiswyck, dem alten Mann, der Arya mit der gepanzerten Faust geschlagen hatte, als sie sie gefangen nahmen, oder von jemand anderem, aber Gregor Clegane steht jedesmal dabei und schaut ruhig zu, bis der Gefolterte gestorben ist. Die Fragen wiederholen sich ständig: es geht um Wertgegenstände oder Essensvorräte, die im Dorf versteckt sein könnten, oder um Lord Beric Dondarrion, den sie offenbar seit langem suchen, und wie viele Männer er bei sich hat. Sie finden heraus, wo ein wenig Gold versteckt ist, aber die Aussagen über Lord Beric sind nichts wert, da sie zu unterschiedlich und unkonkret sind. Niemand überlebt die Behandlung vom Kitzler länger als bis zum Abend, und die Leichen werden für die Wölfe ans Lagerfeuer gehängt.

Dann brechen sie auf aus dem Dorf und Arya weiß, dass sie keine Wassertänzerin ist. Syrio Forel hätte sich niemals niederschlagen lassen, noch hätte er zugelassen, dass sie ihr das Schwert abnehmen oder Lommy Grünhand einfach so töten. Sie hasst sich dafür, dass sie sich nicht wie ein Schattenwolf, sondern wie ein Lamm vorkommt, genauso wie die anderen Dorfbewohner. Sie hat das Gefühl, dass die Lennisters ihr Alles genommen haben: ihren Vater, ihre Freunde, ihr Zuhause, Hoffnung, Mut, und sogar Nadel. Sie hatten ihr Holzschwert vor ihren Augen zerbrochen. Sie haben sogar ihr Geheimnis enthüllt, dass sie ein Mädchen ist. Im Lagerhaus hatte sie noch eine dunkle Ecke gefunden, aber auf der Straße war das nicht mehr möglich. Sie hatte es so lange wie möglich zurückgehalten, aber am Ende musste sie doch vor allen anderen die Hose runterlassen und in einen Busch pinkeln. Heiße Pastete hatte sie ungläubig angestarrt, aber ansonsten hatte es niemanden interessiert. Die Wachen hatten ihnen verboten miteinander zu sprechen und jeden bestraft, der sich nicht daran hielt, wie Arya am eigenen Leib erfuhr, die sich eine aufgeplatzte Lippe einhandelt. Einem Jungen, der nicht aufhören wollte, nach seinem Vater zu schreien, schmettert Raff eine Stachelkeule ins Gesicht, und als die Mutter dann anfing zu schreien, tötete er sie ebenfalls. Arya war schließlich zu der Erkenntnis gekommen, dass es keinen Sinn macht, über Tapferkeit nachzudenken. Die meisten Gefangenen sind Frauen, und die wenigen Männer sind entweder sehr alt oder sehr jung. Gendry wurde nur verschont, weil er zugab, dass er den gehörnten Helm selbst geschmiedet hatte, und Schmiede sind im Krieg zu kostbar, um sie zu töten.

Der Reitende Berg erklärt ihnen, dass sie nach Harrenhal gebracht werden würden, um dort Lord Tywin Lennister zu dienen. Sie seien Rebellen und Hochverräter, deshalb sollten sie froh sein über diese gnädige Behandlung. Arya hört beim Schlafengehen, wie sich einige Mitgefangene darüber beschweren. Eine alte Frau sagt, das sei nicht gerecht, die Soldaten wären ständig erschienen und hätten sich alles genommen, woraufhin ein anderer sagt, dass Lord Beric ihnen immerhin keine Gewalt angetan hätte und der Rote Priester sogar für das Essen bezahlt habe, das sie genommen hatten. Daraufhin erwidert ein anderer, dass ihm das Papiergeld auch keine Eier lege, und ein weiterer Mann sagt, unter Aerys II. Targaryen wäre es nie soweit gekommen. Das jedoch hört einer der Wachen, und der alte Mann verliert seine letzten beiden Zähne, womit die Unterhaltung beendet ist.

Neben den Gefangenen führen Cleganes Männer ein Dutzend Schweine, einen Käfig Hühner, eine magere Kuh und neun Wagen gesalzenen Fisch mit sich nach Harrenhal. Der Berg und seine Männer haben Pferde, aber die Gefangenen müssen alle zu Fuß gehen. Wenn die Kräfte sie verlassen oder sie zu fliehen versuchen, werden sie getötet. In der Nacht schleppen die Soldaten einzelne Frauen in die Büsche, und die ertragen das schon und widersetzen sich nicht. Ein hübsches Mädchen musste jede Nacht mit vier oder fünf Männern fortgehen, bis sie eines Nachts einem der Männer einen Stein an den Kopf schlug. Ser Gregor ließ alle dabei zuschauen, wie er ihr mit seinem Langschwert den Kopf abschlug. Dann hatte er befohlen, den Leichnam für die Wölfe liegen zu lassen. Arya sah Nadel, welches ihr von einem Glatzkopf namens Polliver abgenommen worden war, und sie ist froh, dass sie es nicht mehr hat, denn sonst hätte sie vermutlich versucht, Ser Gregor anzugreifen, was sicher ihren Tod bedeutet hätte. Sie hat Cleganes Männer in der ganzen Zeit studiert, nachdem sie für sie zu Beginn der Gefangenschaft unter ihren Helmen alle gleich ausgesehen hatten. Polliver scheint der am wenigsten gemeinste von ihnen zu sein. Einen der Soldaten nennen sie Dreckschnauze, weil er die schlimmsten Wörter kennt, die Arya je gehört hat, aber wenn man ihn um ein zweites Stück Brot bittet, gibt er es einem, im Gegensatz zu Chiswyck oder Rafford, die einem eine Ohrfeige geben würden. Arya beobachtet sie und hört zu, was sie reden. Sie pflegt ihren Hass auf die Männer, auf Polliver, weil er ihr Nadel abgenommen hat und auf Dunsen, weil er Gendrys Helm trägt. Sie hasst Chiswyck dafür, dass er sich für komisch hält und Raff, weil er Lommy Grünhand getötet hat, Amory Lorch wegen Yorens Tod und Meryn Trant wegen Syrio Forels Tod, Sandor Clegane wegen Mycah, Ilyn Payn, Joffrey Baratheon und Cersei Lennister wegen ihres Vaters, Tomard, Desmond und dem ganzen Rest der Stark-Männer und sogar wegen dem Tod von Lady, Sansa Starks Schattenwolf. Sie hasste auch den Kitzler, obwohl er ihr am meisten Angst macht, weil er oft so gewöhnlich aussieht. Jede Nacht sagt Arya sich die Namen derjenigen Menschen auf, die sie hasst. Auf Winterfell hatte sie im Götterhain zusammen ihrem Vater gebetet und mit ihrer Mutter in der Septe, aber auf dieser Straße nach Harrenhal wird das Aufsagen der Namen zu dem einzigen Gebet, das ihr übrigblieb.

Die Gruppe erreicht die Festung HarrenhalBearbeiten

Am Ende wird der Wald lichter und die Landschaft wird hügeliger, nach einem weiteren Tagesmarsch durch Landschaften voller zerstörter Burgen sehen sie zum ersten Mal die Türme von Harrenhal. Die Festung liegt direkt am Götterauge, vor dessen Blau sich die Burg abzeichnet. Die Gefangenen hoffen, dass es ihnen in der Festung besser ginge, aber Arya ist sich dessen nicht so sicher, denn sie erinnert sich an die Geschichten er Alten Nan: die Burg war auf Furcht aufgebaut worden, und der Schwarze Harren hatte angeblich Menschenblut in den Mörtel gemischt, war dann aber trotzdem von Aegon I. Targaryen und seinen Drachen mitsamt der Burg geröstet worden. Arya denkt, dass die Burg nur noch ein paar Meilen entfernt ist, aber sie gehen trotzdem noch anderthalb Tage, bis sie einen Vorposten von Lord Tywin Lennister erreichen. Dessen Armee haust in den verkohlten Resten einer Stadt, die westlich der Festung liegt. Die Festung täuscht den Beobachter durch ihre schiere Größe, und als sie näher kommen, sehen sie auf den Wehrgängen hoch oben Skorpione aus Holz und Eisen, die wie kleine Tierchen aussehen. Der Gestank des Heeres stieg Arya in die Nase, noch bevor sie die Fahnen der Lennisters erkennen konnte. Die Latrinen des Lagers laufen über und auf den Pfählen des Schutzzauns um das Lager hat sich Schimmel gebildet. Die Armee ist schon eine Zeit lang hier. Das Torhaus von Harrenhal ist allein so groß wie der große Bergfried auf Winterfell. Arya kann von außen nur die Spitzen der Türme sehen, aber sie kann erkennen, dass sie grotesk verformt worden sind von dem Feuer von Aegons Drachen. Jetzt glaubt sie auch der Geschichte der Alten Nan, dass der geschmolzene Stein die Türme herabgelaufen sei wie Kerzenwachs, um nach Harrens Versteck zu suchen. Heiße Pastete kreischt, dass er nicht in die Burg möchte, weil es dort Gespenster gebe, aber Chiswyck lacht nur und stellt ihn vor die Wahl, hineinzugehen oder selbst eins der Gespenster zu werden.

Im Badehaus werden die Neuankömmlinge mit brühend heißem Wasser gewaschen. Zwei Furcht erregende Frauen haben die Aufsicht und unterhalten sich über sie wie über Vieh. Gevatterin Amabel ist entsetzt über den Zustand von Aryas Füße, während Gevatterin Harra ihre schwieligen Hände befühlt und annimmt, das komme vom Butterstampfen und Arya sei ein Bauernmädchen. Sie sagt, dass sie es weit bringen könne, wenn sie hart arbeite, aber wenn sie faul sei, bekäme sie Schläge. Als sie sie nach ihrem Namen fragt, fällt Arya nichts besseres ein, als sich Wiesel zu nennen. Amabel sagt, der Name würde passen, denn in ihrem Haar seien bestimmt schon Läuse, weshalb sie es abschneiden lassen will. Als sie sagt, sie würden Arya in die Küche stecken, fragt sie, ob sie sich nicht um die Pferde kümmern könne und kassiert für die Frage eine Ohrfeige von Harra, sodass ihre Lippe wieder aufplatzt. Arya denkt, dass Harra sie nicht schlagen würde, wenn sie Nadel noch hätte. Amabel erklärt, dass Lord Tywin Knappen und Stallburschen hat, die sich um die Pferde kümmern und dass die Küche ein guter Platz für Arya sei, weil sie gemütlich und sauber ist und man immer einen warmen Platz zum Schlafen findet. Amabel sagt, dass Arya aber anscheinend nicht schlau genug für die Küche sei und deshalb sollte sie Wies übergeben werden. Sie geben ihr zu große Schuhe und einen Wollkittel und schicken sie los.

Wies ist der Unterhaushofmeister des Klageturms, ein gedrungener Mann mit einem Karbunkel auf der Nase und roten Pusteln am Mundwinkel. Er erklärt den sechs Neulingen, die ihm unterstellt werden, dass die Lennisters großzügig seien, wenn man ihnen gut dient, auch wenn das keiner von ihnen eigentlich verdient habe. Wenn sie gut arbeiten, könnten sie es eines Tages so weit bringen wie er selbst. Wenn sie aber versuchen sollten, Lord Tywins Güte auszunutzen, werden sie es mit ihm zu tun bekommen. Er erklärt ihnen, dass sie den Adeligen nicht in die Augen sehen sollen und dass sie nur sprechen sollen, wenn man es von ihnen verlangt. Er behauptet, dass er Trotz und Stolz und Ungehorsam riechen könne, dass er aber nur Angst bei ihnen spüren will.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

Einzelnachweise & AnmerkungenBearbeiten

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