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Der Glaube an die Sieben (engl.: Faith of the Seven) oder kurz Der Glaube ist die vorherrschende Religion in Westeros. Sie kam mit den Andalen auf den Kontinent und verdrängte die Religion der Ersten Menschen, den Glauben an die Alten Götter, weitgehend. Der Glaube wird in so genannten Septen zelebriert, wobei die Große Septe von Baelor in Königsmund das geistige Zentrum des Glaubens darstellt. Priester des Glaubens an die Sieben werden Septon (männlich) oder Septa (weiblich) genannt. Septone und Septas geloben lebenslange Keuschheit.[1] Daneben gibt es Klöster, die Septeien genannt werden, und in denen die so genannten Braunen Brüder leben.[2] Das allgemein anerkannte Friedensbanner von Westeros besteht aus einer siebenschwänzigen Fahne und einem siebenzackigen Stern auf der Stange.[3] Das heilige Buch des Glaubens ist der Siebenzackige Stern, dessen sieben Kapitel den sieben Aspekten des Glaubens gewidmet sind.[4] Daneben gilt auch das Buch der heiligen Gebete als wichtig für den Glauben.[5]

Der GottBearbeiten

Der Glaube an die Sieben ist der Glaube an eine einzelne Gottheit mit sieben Gesichtern oder Aspekten, die jeweils eine andere Tugend repräsentieren. Dabei verkörpert jeder der Sieben alle anderen Sieben: so kann die Mutter wilder sein als der Krieger, wenn sie ihre Kinder bedroht sieht; das Alte Weib kann genauso schön sein wie die Jungfrau.[6] Im Gegensatz zum Alten Glauben haben die sieben Aspekte des Gottes Namen.[7]

Glaube an die Sieben mustamirri.jpg

Die Sieben ©Anita Puskas

Die sieben Aspekte des einen GottesBearbeiten

  • Vater, steht für das Gericht und Gerechtigkeit, dargestellt als Mann mit Bart[6], der eine Waage hält. Manchmal trägt er auch eine Silberkrone.[8] Die guten Menschen schlemmen nach ihrem Tod bis in alle Ewigkeit in der Goldenen Halle des Vaters.[9]
  • Mutter, steht für Mutterschaft und Pflege, wird angebetet für Fruchtbarkeit oder Mitgefühl, dargestellt mit einem Lächeln[6] und verkörpert das Konzept von Gnade. Sie wird oft in wertvolle Roben gehüllt.[8]
  • Krieger, steht für die Stärke in der Schlacht; er trägt ein Schwert.[6] Er wird angebetet für Mut und für den Sieg.
  • Altes Weib, wird runzlig und weise dargestellt und steht für Weisheit; sie trägt meist eine Laterne und wird für Führung und Anleitung angebetet.[6] Die Laterne ist oft vergoldet.[8]
  • Schmied, steht für Handwerk und Arbeit; er trägt einen Hammer.[6] Er wird für das gute Gelingen einer Arbeit angebetet und für Stärke. Außerdem steht er für das Wiedererrichten von Dingen, die zerbrochen sind und für Schutz.[6]
  • Jungfrau, steht für Unschuldigkeit und Keuschheit, angebetet für die Tugend einer Jungfrau, wird immer wunderschön dargestellt.[6] Ihre Augen sind oft aus Edelsteinen.[8] Es gibt einen Feiertag zu Ehren der Jungfrau, an dem jede Jungfrau fastet. In sittsamen Weiß gehen die Jungfrauen dann in die Septen, die für Männer, Mütter und Witwen an diesem Tag verboten sind, entzünden eine große weiße Kerze vor der Statue der Jungfrau und hängen ihr Pergamentgirlanden um den Hals.[10]
  • Fremder, steht für Tod und das Unbekannte. Die Figur ist weder männlich noch weiblich, doch stets als Ausgestoßener dargestellt, er Wanderer von fernen Orten, mehr oder weniger menschlich, unbekannt und unerkennbar.[6] Gläubige suchen selten die Gunst des Fremden. Auch wird er in den Lieder nie besungen, da er das Gesicht des Todes trägt.[11]

RitualeBearbeiten

  • Salbung mit den sieben Ölen.[12]
  • Namensgebung im Regenbogen aus Licht[12]: eine Art Taufe, in der der Name festgelegt wird.[13]
  • Götterdienst durch einen Septon in einer Septe.[12]
  • Gebrauch von Weihrauch.[12]
  • ein siebenseitiger Kristall, der das Licht bricht.[12]
  • Gesang[12]
  • Hochzeit: Zunächst werden sieben Gelübde gesprochen, dazu sieben Segen erteilt und sieben Versprechen ausgetauscht. Dann wird ein Hochzeitslied gesungen und gefragt, ob jemand Einwände gegen die Heirat habe.[14] Nach den Gebeten und Gelübden wird der weiße Jungfrauenmantel der Braut gegen einen Mantel des Hauses des Bräutigams getauscht, wobei der Vater der Braut (oder ein Vertreter) den Mantel abnimmt und der Bräutigam den neuen umlegt. Nach der Formel "Mit diesem Kuss gelobe ich meine Liebe und nehme dich zu meinem Herrn und Gemahl" und der entsprechenden Antwort des Bräutigmas wird die Ehe mit einem Kuss beschlossen. Dann hält der Septon einen Kristall hoch, durch den sich das Licht zu einem Regenbogen bricht. Er sagt: "Hier im Angesicht von Göttern und Menschen verkünde ich feierlich, dass (der Bräutigam) aus dem Hause (Haus des Bräutigams) und (Braut) aus dem Hause (Haus der Braut) Mann und Frau sind, ein Fleisch, ein Herz, eine Seele, jetzt und für immerdar, und verflucht sei derjenige, der sich zwischen sie stellt."[15]
  • Beerdigung: Der Leichnam eines Hochgeborenen wird mit allen Ehren in der Großen Septe von Baelor bestattet. Es gibt drei Andachten: am Morgen eine für hochgeborene Trauergäste, am Mittag für das Gemeine Volk und am Nachmittag für alle zusammen.[16] Gegen Mitternacht strömen dann Septone, Septas, Schweigende Schwestern und Bettelbrüder in die Halle, in der der Tote aufgebahrt ist, und ziehen im Kreis durch die Septe, wobei sie Hymnen singen und jedem der sieben Aspekte ein Opfer darbringen.[17]

Hymnen und LiederBearbeiten

Eine Hymne, die am Abend der Schlacht am Schwarzwasser in der Großen Septe von Baelor gesungen wird, lautet folgendermaßen:[18] Sansa Stark wiederholt sie Sandor Clegane gegenüber.[19]

"Edle Mutter, Quell der Gnade
Rett’ unsre Söhne vor dem Krieg.
Senk ihre Schwerter, ihre Pfeile,
Zeig’ ihnen einen besseren Weg.
Edle Mutter, Stärkste der Frauen,
Hilf unsren Töchtern durch diesen Streit.
Lindere Zorn, bezähm die Wut,
Zeig uns den Weg in die bessere Zeit."

Samwell Tarly singt Goldy und ihrem Säugling ein Wiegenlied aus seiner eigenen Kindheit vor, das von den Sieben handelt:[11]

"Der Vater hat ein ernstes, starkes Gesicht,
Über Gut und Böse sitzt er zu Gericht.
Urteilt übers Leben, das ist seine Pflicht,
Und er liebt die kleinen Kinder.
Die Mutter ist jene, die schenkt das Leben,
Hat den Frauen stets ihren Schutz gegeben.
Ihr Lächeln kann jeglichen Streit beheben,
Und sie liebt die kleinen Kinder.
Der Krieger ist es, der vor den Feind sich stellt,
Beschützt uns tagein und tagaus in der Welt,
Mit Schwert und mit Bogen, mit Speer und mit Schild,
Er wacht über die kleinen Kinder.
Das Alte Weib ist so weise und alt,
Erkennt unser Schicksal in klarer Gestalt.
Ihre goldene Lampe erhebt sie bald,
Und führt die kleinen Kinder.
Der Schmied schuftet unermüdlich Tag und Nacht,
Die ganze Welt hat er den Menschen gemacht.
Der Hammer hämmert, das Feuer ist entfacht,
Er baut für die kleinen Kinder.
Die Jungfrau lässt sich im Himmelstanz wiegen,
Im Seufzer der Liebe lebt sie verschwiegen,
Ihr Lächeln lehrt alle Vögel das Fliegen,
Sie schenkt Träume den kleinen Kindern.
Die Sieben Götter, sie erschufen uns,
Sie hören uns an, wenn wir erflehen ihre Gunst.
So schließ die Äuglein und gedenke des Bunds,
Sie sehen euch, kleine Kinder,
So schließ die Äuglein und gedenke des Bunds,
Sie sehen euch, kleine Kinder."

OrdenBearbeiten

Septone von edler Herkunft behalten nur ihren Vornamen, und Hohe Septone legen sogar diesen ab, weil der Glaube der Auffassung ist, dass die Hohen Septone keinen Namen mehr bräuchten, das sie zur Verkörperung der Götter geworden sind.[20]

Die ErgebenstenBearbeiten

Die Ergebensten nennt man die Mitglieder des Konzils der höchstrangigen Mitglieder des Glaubens an die Sieben, die den Glauben "regieren". Ihnen steht der Hohe Septon vor, der auch von diesem Konzil gewählt wird.

Schweigende SchwesternBearbeiten

Die Schweigenden Schwestern sind ein Orden von Frauen, die sich dem Fremden verschworen haben und keusch und stumm leben. Sie nehmen sich der Toten an und bereiten sie für die Beerdigung vor. Sie sind keine Septas. Sie werden manchmal auch als "Gemahlinnen des Fremden" bezeichnet. Sie kleiden sich in Grau und bedecken ihre Gesichter, sodass nur ihre Augen sichtbar sind.

Der Kriegerische Arm des GlaubensBearbeiten

Der Kriegerische Arm des Glaubens besteht aus zwei Orden, den Söhnen des Kriegers und den einfachen Armen Gefährten. Sie entstanden schon vor den Eroberungskriegen, hatten aber nur zeitweise Bestand.

  • Die Söhne des Kriegers sind ein Ritterorden, dessen Mitglieder ihr Land und ihre Besitztümer für den Glauben aufgegeben haben. Sie leisten ihrer Hohen Heiligkeit einen Schwur. Sie haben den Ruf, fanatische Glaubenskrieger zu sein und die Gegner der Sieben gnadenlos zu verfolgen. Sie werden auch "die Schwerter" genannt.
  • Die Armen Gefährten sind das Pendant zu den Schwertern für das einfache Volk, das auch Frauen zulässt. Sie sind gleichzeitig das bewaffnete Gegenstück zu den Bettelbrüdern, den einfachen Pilgern von Westeros. Die Armen Gefährten sind leicht bewaffnet mit Äxten oder Knüppeln, und sie werden auch "Sterne" genannt.

Unter Maegor I. Targaryen wurden diese beiden Orden streng verfolgt, da sie maßgeblich am Aufstand der Glaubenskrieger beteiligt waren. Maegor setzte ein Kopfgeld von einem Golddrachen für ein "Schwert" und einen Silberhirschen für einen "Stern" aus. Cersei Lennister hebt Maegors Verbot im Jahr 300 n. A. E. auf, und der Hohe Spatz macht die Spatzen zu Armen Gefährten und lässt die Söhne des Kriegers ebenfalls wieder aufleben.[20]

SpatzenBearbeiten

Die Spatzen sind ein im Krieg der Fünf Könige gegründeter Orden, der an die Tradition der "Armen Gefährten" anknüpft, nachdem in dem Krieg viele Septen zerstört und Glaubensbrüder getötet worden sind. Der neue Hohe Septon wandelt die Spatzen im Jahr 300 n. A. E. in Arme Gefährten um.[20]

Die Braunen BrüderBearbeiten

Diese Art von Brüdern des Glaubens an die Sieben, auch Braune Brüder genannt, lebt in so genannten Septeien, die von einem Älteren Bruder angeführt werden. Oft haben sie sich dem Schweigen verpflichtet, und sie beten und meditieren. Ein Beispiel für solch eine Septei ist die, die Arya Stark mit der Bruderschaft ohne Banner findet, nachdem die Tapferen Kameraden die Septei überfallen hat[2], oder aber die Septei auf der Stillen Insel[21].

Septone ohne SepteBearbeiten

Ein Septon ohne Septe steht in der Hierarchie des Glaubens nur eine Stufe über einem Bettelbruder. Es gibt Hunderte von ihnen und sie sind eine raue Schar. Ihre demütige Aufgabe besteht darin, von einem Dorf zum nächsten zu wandern, dort die Heiligen Dienste zu zelebrieren, Ehen zu schließen und Sünden zu vergeben. Als Gegenleistung erhalten sie Obdach und Essen, aber weil die meisten Dörfer auch arm sind, können sie nie lange an einem Ort bleiben. Manchmal erlauben ihnen freundliche Gastwirte, in der Küche oder im Stall zu schlafen, die meisten kennen die Septeien, Kastelle und die wenigen großen Burgen, in denen sie Gastfreundschaft erwarten können. Ansonsten schlafen die Septone ohne Septe unter Bäumen oder Hecken.[4]

BettelbrüderBearbeiten

Bettelbrüder sind Gläubige, die sich dazu entschlossen haben, ihr Leben lang zu wandern. Sie tragen braune abgetragene Roben, betteln für Almosen und segnen Gläubige. Sie predigen auf den Straßen von Westeros und stehen in der Hierarchie des Glaubens ganz unten.[4]

GeschichteBearbeiten

Die Ursprünge dieser Religion liegen auf dem Kontinent Essos im alten Reich Andalos. Als die Andalen das Land in ihren Besitz nahmen, wandelten die Sieben in menschlicher Gestalt durch die Hügel von Andalos, und sie krönten schließlich den ersten König der Andalen, Hugor vom Hügel, indem der Vater sieben Sterne vom Himmel holte und sie ihm nacheinander an die Stirn legte, sodass schließlich eine leuchtende Krone entstand. Die Jungfrau brachte Hugor ein wunderschönes Mädchen mit blauen Augen, dass er zur Braut nahm, die Mutter schenkte ihr Fruchtbarkeit, und das Alte Weib sagte voraus, dass sie 44 mächtige Söhne gebären würde. Der Krieger verlieh ihnen große Kraft, und der Schmied schuf für jeden eine eiserne Rüstung.[22]

Tausend Jahre lang, bis zur Landung von Aegon I. Targaryens und den Eroberungskriegen war die Sternensepte in Altsass der Sitz des Glaubens gewesen.[23] Aegon I. Targaryen maß dem Glauben eine so große Bedeutung zu, dass er seine neue Zeitrechnung mit dem Augenblick beginnen ließ, an dem er vom damaligen Hohen Septon in Altsass gesalbt wurde.[20]

Siehe auch Bearbeiten

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sturm der Schwerter, V-Daenerys II
  2. 2,0 2,1 Die Königin der Drachen, VI-Arya I
  3. Die Königin der Drachen, VI-Jaime II
  4. 4,0 4,1 4,2 Die dunkle Königin, VIII-Brienne I
  5. Ein Tanz mit Drachen, X-Cersei I
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 6,6 6,7 6,8 Die Saat des goldenen Löwen, IV-Catelyn II
  7. Der Thron der Sieben Königreiche, III-Davos
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 Sturm der Schwerter, V-Arya IV
  9. Die dunkle Königin, VIII-Samwell II
  10. Die dunkle Königin, VIII-Cersei V
  11. 11,0 11,1 Die Königin der Drachen, VI-Samwell I
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 12,5 Die Herren von Winterfell, I-Catelyn I
  13. Das Erbe von Winterfell, II-Jon II
  14. Die Königin der Drachen, VI-Tyrion III
  15. Sturm der Schwerter, V-Sansa III
  16. Die Königin der Drachen, VI-Catelyn I
  17. Zeit der Krähen, VII-Jaime I
  18. Die Saat des goldenen Löwen, IV-Sansa III
  19. Die Saat des goldenen Löwen, IV-Sansa V
  20. 20,0 20,1 20,2 20,3 Die dunkle Königin, VIII-Cersei II
  21. Die dunkle Königin, VIII-Brienne II
  22. Der Sohn des Greifen, IX-Tyrion II
  23. Zeit der Krähen, VII-Prolog (Pat)

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