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Astapor ist eine Stadt auf der östlichen Seite der Sklavenbucht. Sie ist die südlichste der drei Städte Yunkai, Meereen und Astapor und wird regiert von den Guten Herren. Sie ist bekannt für ihre ausgebildeten Kriegersklaven, die sich Die Unbefleckten nennen. Astapor liegt in der Nähe des Flussdeltas des Wurmflusses.[1]

Das Wappen der Stadt ist eine Harpyie: sie hat das Gesicht einer Frau, und anstelle der Arme die Flügel einer Fledermaus oder eines Drachens, die Beine eines Adlers und hinten den gekrümmten Schwanz eines Skorpions. Die Harpyie von Astapor hält als Besonderheit eine schwere Kette mit offenen Handschellen in den Krallen. In Westeros sagt man, Astapor sei aus Ziegeln und Blut erbaut, und sein Volk sei ebenfalls aus Ziegel und Blut.[2]

Alle drei Städte zahlen lieber Tribut an die vorbeiziehende Khalasare, als gegen Sie in die Schlacht zu ziehen. Doch von den Dothraki stammen ohnehin viele der Sklaven, die die Ghiscari ausbilden und verkaufen. Diese Sklaven stammen aus Eroberungen der Dothraki und werden auf den Fleischmärkten von Meereen, Yunkai und Astapor verkauft.[3]

Architektur & GeographieBearbeiten

Die drei Städte der Sklavenbucht sind über eine alte Ghiscari-Küstenstraße miteinander verbunden. Von Astapor nach Yunkai sind es 300 Meilen, die eine berittene Kompanien in sechs harten oder acht normalen Tagesritten erreichen kann, während eine Fußlegion etwa zwölf Tage braucht. Von Yunkai nach Meereen sind es weitere 150 Meilen.[4]

Siehe auch: Bilder von Astapor

Astapor ist berühmt für seine Stufenpyramiden und die roten Ziegeln, aus denen sie erbaut ist. Astapor entfaltet seine größte Schönheit in der Abenddämmerung. Die Guten Herren lassen auf jeder Terrasse Seidenlampen anzünden, und so leuchten alle Pyramiden bunt. Vergnügungsbarken fahren auf dem Fluss, leise Musik wird auf ihnen gespielt, und sie halten zum Essen und Trinken und für andere Freuden an den kleinen Inseln. Sämtliche Straßen, Stufenpyramiden und Kampfarenen sind mit roten Ziegeln gepflastert. Die Kampfarenen sind zudem tief in den Boden eingelassen und besitzen stufenförmig absteigende Sitzreihen. Zudem gibt es Schwefelbrunnen und düstere Weinhöhlen und uralte Mauern, die alles umschließen. Nah an der Bucht zeigt sich die Stadt von ihrer besten Seite: hier stehen große Ziegelpyramiden, auf deren breiten Terrassen Bäume, Ranken und Blumen gedeihen. Auf dem Tor stehen zwei riesige Harpyien, die aus getrocknetem roten Ton geformt sind, aber langsam zerbröckeln und von deren Skorpionsstachel nur ein Stummel geblieben ist. Die Kette, die sie in den Tonkrallen halten, besteht aus altem Eisen und ist rostig.[2]

Astapor Platz des Stolzes TomGarden

Astapor/Platz des Stolzes von Tom Garden ©FFG

  • Platz des Stolzes (engl.: Plaza of Pride): Der Platz ist ein offener Marktplatz, wo die Händler ihren Kunden ihre Ware vorführen. In der Mitte des Platzes steht ein Brunnen aus roten Ziegeln, dessen Wasser nach Schwefel riecht. In der Mitte des Brunnens steht eine 20 Fuß hohe Bronzestatue der Harpyie aus Astapor.[2]
  • Platz der Strafe (engl.: Plaza of Punishment): Der Platz liegt vor Astapors Haupttor. Hier gibt es nur ein hölzernes Podest, auf dem Sklaven gefoltert und bestraft werden. Das Podest ist so platziert, dass neue Sklaven die Gepeinigten sehen müssen, wenn sie in die Stadt kommen.[5]
  • Jothiels Arena: eine der Kampfarenen in Astapor.[2]
  • Douquors Arena: eine der Kampfarenen in Astapor.[2]

GeschichteBearbeiten

Astapor war eine Kolonie des Reiches der Ghiscari, das die Zerstörung von Alt-Ghis durch Valyria vor etwa 5000 Jahren überstanden hat. Astapor wurde dann von den Eroberern übernommen und als Sklavenmarkt eingesetzt. Die ursprüngliche Sprache der Ghiscari ist fast gänzlich verschwunden und durch die Valyrische Sprache mit einem einschlägigen Akzent ersetzt.[2][3]

BewohnerBearbeiten

Die Astapori tragen gelbe Seidenmäntel, auf denen Kupferscheiben genäht sind, die das Sonnenlicht reflektieren. Ihre Gewänder bestehen aus besticktem Leinen, und unterhalb der Taille tragen sie Sandalen und Faltenröcke aus Leinen. Auf dem unbedeckten Kopf hat jeder Mann sein rot-schwarzes Haar geölt und zu einer fantastischen Form geknetet, zu Hörnern, Flügeln, Klingen und sogar greifenden Händen, sodass sie aussehen wie ein Trupp Dämonen, die der Siebten Hölle entkommen sind. Da überall feiner roter Staub umherfliegt, verschleiern die Frauen der Astapori ihre Gesichter. Die gehobenen Astapori reiten auf weißen Eseln, die Männer tragen eine Tokar aus Seide und die Frauen verschleiern sich in reinen blauen Leinen, das mit Lapislazulisplittern verziert ist. Im rot-schwarzen Haar tragen sie Schmuck wie bspw. Elfenbeinkämme.[2] Die Tokar darf nur von freigeborenen Astapori getragen werden, und der Saum der Tokar zeigt den gesellschaftlichen Status des Trägers: silber, golden, und als höchste Stufe einen Perlensaum. Es gibt etwa 100 Sklavenhändler in der Stadt.[5]

Bekannte AstaporiBearbeiten

Jüngste EreignisseBearbeiten

Band 5 - Sturm der SchwerterBearbeiten

Daenerys Astapor Sklavenbefreiung JoshuaCairós

Daenerys kauft die Unbefleckten von Kraznys. Von Joshua Cairós ©FFG

Daenerys Targaryen segelt nach Astapor, um die Unbefleckten zu begutachten.[6] Sie handelt mit Kraznys mo Nakloz aus, dass sie 8600 Unbefleckte für einen ihrer drei Drachen eintauschen kann, und nachdem ihr der Oberbefehl über die Unbefleckten erteilt worden ist, befiehlt sie ihnen und ihren Drachen, die Weisen Herren zu vernichten. Es kommt zum Fall von Astapor.[5]

Band 6 - Die Königin der DrachenBearbeiten

Daenerys legt die Regierungsgeschäfte in die Hände eines kleinen Rates bestehend aus einem Heiler, einem Gelehrten und einem Priester,[7] bevor sie mit dem Heer der Unbefleckten weitermarschiert. Trotzdem ziehen Zehntausende ehemalige Sklaven lieber mit ihr Richtung Yunkai, statt in Astapor zu bleiben.[8]

Nach der Belagerung von Meereen trifft Ghael, ein Gesandter von König Cleon, in Meereen ein und berichtet, dass die Astapori Cleon zum König erhoben hätten, nachdem der Rat, den Daenerys Targaryen hinterlassen hat, sie betrogen habe und die Guten Herren wieder einsetzen wollte. Cleon bietet Daenerys nun ein Bündnis gegen Yunkai an, und zusätzlich will er sie heiraten, um das Bündnis zu festigen.[9]

Band 9 - Der Sohn des GreifenBearbeiten

Einige Zeit später bietet Ghael Daenerys ein Bündnis mit Cleon an, um gemeinsam Yunkai anzugreifen, wo die Weisen Herren kräftig aufrüsten. Daenerys lehnt das Bündnis ab, weil sie weiß, dass Cleon selbst die Sklaverei in Astapor wieder eingeführt hat, nur mit dem Unterschied, dass die einstigen Sklaven nun die Herren sind.[10]

Ben Pflum und später auch Xaro Xhoan Daxos berichten Daenerys, dass König Cleon bei den Hörnern von Hazzat eine Schlacht gegen Yunkai verloren habe und sich in seinen Palast nach Astapor zurückziehen musste. Die Yunkai'i hatten sich neue Söldner gekauft und außerdem zwei Legionen von Neu Ghis an ihrer Seite.[11]

Kurze Zeit später erreicht die Nachricht Meereen, dass Cleon von seinen eigenen Soldaten umgebracht worden sei, als er ihnen befehlen wollte, die Yunkai'i anzugreifen. Ihm folgte ein Mann, der sich Cleon II. nannte, dem man aber schon nach acht weiteren Tagen die Kehle aufschnitt. Nun erheben sowohl der Mörder des zweiten Cleon als auch die Konkubine des ersten Anspruch auf den Thron, und das Volk nennt sie "König Schlitzer" und "Königin Hure". Die Anhänger der beiden bekämpfen sich in den Straßen von Astapor, während die Yunkai'i vor den Toren warten.[12]

An der Belagerung von Astapor beteiligen sich neben den Yunkai'i mit ihren dürftig organisierten Sklavensoldaten auch Legionen aus Neu Ghis sowie die berittenen Söldnerkompanien der Verwehten, der Kompanie der Katze sowie der Langen Lanzen. Trotzdem wagen die Machthaber Astapors einen Ausfall mit ihren halb ausgebildeten Unbefleckten, und dabei lassen sie die Leiche des Metzgerkönigs Cleon auf sein Pferd binden und die Unbefleckten anführen, um diesen Mut zu machen. Caggo, ein Kommandant der Verwehten, kämpft sich allerdings durch die Leibgarde des Königs und trifft den toten Cleon mit seinem Arakh an der Schulter, die er bis zur Hüfte aufschlitzt. Neben einem fürchterlichen Gestank kommen auch Hunderte Grabwürmer zum Vorschein, und die Unbefleckten versuchen sich in heilloser Flucht, doch die Stadttore wurden in der Zwischenzeit geschlossen, sodass sie allesamt von den Söldnern niedergeritten werden. Die Yunkai'i brechen anschließend die Tore auf und morden in der Stadt weiter. Quentyn Martell sieht dort einen Fluss voller Leichen, eine gepfählte Priesterin, blutende und besudelte Sterbende, Kinder, die sich um halb gekochte Welpen prügeln, und den letzten König von Astapor, der in der Kampfarena von 20 ausgehungerten Hunden zerfleischt wird, während die gesamte Stadt in Flammen steht. Anschließend verriegeln die Yunkai'i die Stadttore von außen, um die Toten und Verletzten in der Stadt festzusetzen. Nachdem die Belagerer ein Stück in den Norden gezogen sind, können sich die Überlebenden aus der Stadt befreien, sodass die Yunkai'i die Söldner umkehren lassen, um die Überlebenden entweder zurück in die Stadt oder nach Meereen zu treiben, damit sie Daenerys' Problem sind. Unter ihnen hat sich die Rote Ruhr breitgemacht.[4][7]

Siehe auchBearbeiten

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Länder von Eis und Feuer
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Sturm der Schwerter, V-Daenerys II
  3. 3,0 3,1 Die Welt von Eis und Feuer, Valyrias Kinder
  4. 4,0 4,1 Der Sohn des Greifen, IX-Der Verwehte (Quentyn II)
  5. 5,0 5,1 5,2 Sturm der Schwerter, V-Daenerys III
  6. Sturm der Schwerter, V-Daenerys I
  7. 7,0 7,1 Der Sohn des Greifen, IX-Daenerys V
  8. Die Königin der Drachen, VI-Daenerys I
  9. Die Königin der Drachen, VI-Daenerys III
  10. Der Sohn des Greifen, IX-Daenerys I
  11. Der Sohn des Greifen, IX-Daenerys III
  12. Der Sohn des Greifen, IX-Daenerys IV